Der Zar, Rasputin und die Juden.

 Freie Bahn – Der Wahrheit! 

 

 

 

 

Der Zar, Rasputin und  die Juden. 

 

 

 

Meine Erlebnisse und Erinnerungen aus der  

Zeit vor und während des Krieges, vor und  

während der Revolution 

 

von George Thompson. 

 

 

 

Nach dem in englischer Sprache verfaßten Manuskript  

wiedergegeben von 

 

* 

 * * 

 

 

 

 

 

Hamburg 1922 

Deutschvölkische Verlagsanstalt Arthur Götting, Hamburg 1. 

 

 

 

Digitalisiert für Unglaublichkeiten.com / .info 

 

im April 2006 

 

 

Hinweise zur Formatierung: 

Das Original liegt in Frakturschrift vor, es können sich daher beim 

Korrekturlesen durchaus einige Fehler eingeschlichen haben, vor allem bei 

Namen. 

Formatierung, Seitennumerierung usw. wurden übernommen, lediglich die 

Seitenumbrüche wurden für eine saubere Darstellung auf- bzw. abgerundet. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übersetzungsrecht vorbehalten. 

 

 

Copyright by Deutschvölkische Verlagsanstalt, Hamburg 1. 

(Diese Form wird vom amerikanischen Gesetz vorgeschrieben.) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meinem Buche auf den Weg. 

Mit Gott ziehe hinaus in die Welt, du aus tiefster Gewissenspflicht 

entstandene Schrift. Angefeindet wirst du werden von Juden und Jüdlingen. 

Fürchte dich nicht, bringe dem Denkenden Wahrheit und Licht und stelle dich in 

den Dienst der Erlösung einer geknechteten Menschheit. 

 

Der Verfasser. 

 

 

 

 

 

 

 

Als Vorwort. 

Drei Jahre schon sind verstrichen seit der furchtbarste der Kriege, der die 

ganze Welt durcheinander geschüttelt hatte, sein Ende gefunden haben soll. Der 

gegenwärtige, durch den sogenannten Verständigungsfrieden hervorgerufene 

Zustand gleicht wohl allem andern, als einem Zustand des Friedens, in dem die 

Völker von ihren schweren Opfern gesunden und allmählich wieder zur Ordnung 

gelangen können. Überall herrscht Habgier und die Sucht nach fremdem 

Eigentum. Vor allem ist es Rußland, diese unergründliche Sphinx im Osten, das 

durch diesen Krieg und die durch volksfremde Elemente freventlich 

hervorgerufene Revolution, in einen Zustand der Zersetzung und Auflösung 

geraten ist, aus dem nach menschlichem Ermessen in absehbarer Zeit keine 

Errettung möglich ist. 

Das einst reiche und blühende Land ist verwüstet, die Landwirtschaft liegt 

darnieder, die Felder und Äcker werden nicht mehr bebaut, der einst so ergiebige 

Fischfang ruht, die gewaltigen Wälder liefern kein Holz mehr für die Ausfuhr, die 

gesamte Industrie ist zum Stillstand gekommen, Maschinen sind vernichtet, die 

Stätten einst reger Tätigkeit verödet. Die Verkehrswege haben zum Teil aufgehört 

zu existieren, da das gesamte Eisenbahnmaterial in einen Zustand gelangt ist, der 

eine weitere Verwenduug zum größten Teil ausschließt. Hunger und Krankheiten, 

ein unbeschreibliches Elend haben die Zahl der Bevölkerung um viele Millionen 

verringert; die großen Städte, die einst blühendeu Zentren des Handels und des 

Verkehrs gleichen Gräberfeldern über denen der Tod die Geißel schwingt. In 

Petersburg und Moskau, wo einst das Leben in hohen Wogen aufbrandete, ist es 

still geworden, wohl schauen noch die goldenen Kuppeln der Kathedralen auf 

wilde Orgien herab, die von Bestien in Menschengestalt gefeiert werden, die aber 

nichts gemein haben mit denen, die ehedem den Lebenspuls der Residenzen 

ausmachten, die nunmehr in alle Winde verstreut, ihrer Habe beraubt, entweder 

den grausigen Opfertod gestorben sind, oder als kaum geduldete Fremdlinge in der 

ganzen Welt umherirren. Das Chaos, das durch den Bolschewismus und seine 

Verfechter über Rußland gekommen ist, ist so groß, das auch nur oberflächliche 

Schilderungen desselben dem uneingeweihten Leser als Märchen erscheinen 

müssen. 

Hierzu kommt noch der Umstand, daß von der zum größten Teil alljüdisch 

beeinflußten Presse geflissentlich vermieden wird, die volle Wahrheit über die 

tatsächlichen Zustände in Sowjet-Rußland zu bringen, “der Mantel christlicher 

Nächstenliebe” wird über dieses Trümmerfeld jüdisch-bolschewistischer Raserei

gebreitet und vor allem sucht man zu verhindern, daß allmählich die Kenntnis um 

sich greift, welches die geheimen Kräfte gewesen sind, die schon seit Jahrzehnten 

in Rußland tätig waren, um allmählich aber sicher dieses tief unglückliche Land in 

den gegenwärtigen grauenerregenden Zustand zu bringen. So mögen die folgenden 

Blätter, die in kurzen Umrissen den Weg zeigen, der Rußland zur Katastrophe 

führte, den Völkern der Erde ein warnendes Wort sein, bei sich rechtzeitig 

Umschau zu halten, um sie vor einem gleichen Schicksal zu bewahren, in der das 

große russische Volk geraten ist. 

Dauernd und immer wurde in der ganzen Welt von der schreienden 

Ungerechtigkeit, die die Regierungen des Zaren dem armen jüdischen Volke 

gegenüber sich zu schulden haben kommen lassen, geredet, nie aber wurde gesagt, 

welche unauffällige und doch gewaltige Rolle die Juden in dem russischen 

Zersetzungsprozeß durch ihre ununterbrochenen Hetzereien und Agitationen 

gespielt haben! 

 

 

 

 

 

 

 

Die ersten Wühlarbeiten in Rußland. 

Diese Agitationen wurden von den sogenannten Nihilisten betrieben, die vom 

Auslande mit Geldmitteln unterstützt wurden. Nihilisten nannte zuerst Turgeniew 

die Anhänger und Vertreter einer in Rußland auskommenden politischen 

Bewegung, die einen Umsturz der bestehenden Staatsform anstrebte. Diese 

Bewegung nannte sich “sozial-revolutionär”, sie rekrutierte sich in ihrer 

Führerschaft hauptsächlich aus jüdischen und in ihrer Masse aus jugendlich 

unreifen nationalen Elementen. Während die jüdischen Mitglieder ihre Weisungen 

von der Alliance israelite universelle in Paris und von den französischen und 

englischen Freimaurer-Logen erhielten, begeisterten sich die reinrussischen 

Studenten und Kursistinnen (Hörerinnen an den verschiedenen Hochschulen) für 

die von jenen gepredigten neuen weltbeglückenden Lehren. Bald fanden die 

Nihilisten Mitläufer in den verschiedenen Schichten der russischen intelligenten 

Bevölkerung, ja sogar in Offizierskreisen fanden sich einzelne, die sich für die 

nihilistischen Ideen erwärmten. Am Ende des Jahres 1876 bildete sich aus der 

nihilistischen Bewegung heraus eine neue politische Strömung, die sich 

Volkspartei bezeichnete und eine Staatsreform auf sozialistischer Grundlage 

anstrebte. Von der Volkspartei splitterte 1878 die Gruppe der Terroristen ab, die 

mit allem Nachdruck den gewaltsamen Umsturz propagierte, die den 

Meuchelmord nicht nur als zulässiges, sondern als durch den Zweck geheiligtes 

Kampfmittel auf ihre Fahnen geschrieben hatte, wobei es in den entsprechenden 

Direktiven hieß: “Die Zahl der unbeteiligten Opfer ist gleichgültig.” Nicht nur 

einzelne, den Nihilisten verhaßte höhere Beamte sollten beseitigt werden, sondern 

der Kaisermord galt ihnen als das eigentliche Mittel zur Erreichung ihrer Ziele. 

Mit grenzenloser Zähigkeit führten sie ihr Vorhaben durch. Bei den Verhören 

gaben sie stets zu, daß sie nur die ausführenden, zumeist durchs Los bestimmte 

Organe sind, während die eigentlichen Führer sich außerhalb Rußlands befinden, 

und daß sie ihre Weisungen durch das geheime Exekutivkomitee erhalten. 

 

Am 16. 4. 1866 

 

am 6. 6. 1867  

 

Am 5. 2. 1878 

unternahm Dmitri Karakosow einen Mordversuch 

gegen den Kaiser. Im Jahre darauf, und zwar  

gab in Paris Anton Bereszewski einen Pistolenschuß 

auf Alexander II. ab, der allerdings fehlging. 

wurde durch die Nihilistin Wera Ssassulitsch ein 

Attentat auf den Petersburger Stadthauptmann General 

 

 

Am 16. 8. 1878  

 

 

Am 21. 2. 1879  

 

Am 25. 3. 1879  

 

 

Am 14. 4. 1879 

 

 

Am 14. 10. 1879 

 

 

 

Am 1. 12. 1879 

 

 

am 17. 2. 1880 

 

 

 

 

 

Am 3. 3. 1880 

 

 

 

am 13. 3. 1881 

Trepow ausgeführt. 

wurde der General Mesinzew, Chef der dritten 

Abteilung der geheimen Kanzlei des Kaisers, 

ermordet. 

wurde der Gouverneur von Charkow, Fürst Krapotkin, 

ermordet. 

wurde ein Attentat auf General Drenteln, den 

derzeitigen Chef der obengenannten dritten Abteilung, 

gemacht. 

überfiel ein gewisser Solowjew den Zaren vor dem 

Winterpalais und gab aus unmittelbarer Nähe mehrere 

Schüsse auf ihn ab, ohne ihn zu treffen. 

wurden wieder mehrere Revolverschüsse auf den 

Kaiser abgegeben; in beiden Fällen nannten die 

Attentäter die Anstifter nicht, in beiden Fällen sagten 

sie, ihren Auftrag hätten sie aus dem Auslande. 

wurde der Versuch gemacht, den kaiserlichen Zug bei 

Moskau in die Luft zu sprengen. Trotz aller außer- 

ordentlichen Maßregeln erfolgte 

die Dynamitexplosion im Winterpalast, bei der das 

Wachtlokal des Palastes zertrümmert und mehrere 

Soldaten des Finnischen Regiments getötet oder 

schwer verletzt wurden. Auch hier wurden die Urheber 

nicht entdeckt, weil sie im Auslande in Sicherheit 

saßen. 

unternahm der getaufte Jude Mlodetzki ein Attentat 

auf den damaligen deutschfreundlichen Innenminister 

Loris Melikow, nebenbei gesagt, einen Karaïmen,* das 

Attentat aber mißlang. Endlich 

erfolgte die Ermordung Alexanders II. 

                                                      

* 

 In Südrußland, und namentlich in der Krim und im Kaukasus, aber auch einzeln verstreut über ganz 

Rußland, leben die Karaïmen, die sich zum mosaischen Glauben bekennen, die aber von den Juden als 

Todfeinde betrachtet werden und gleichzeitig von ihnen gehaßt und verachtet werden. Dieser Gegensatz 

zwischen Karaïmen und Juden erklärt sich daher, daß beide zwar mosaischer Religion sind, daß aber die 

Karaïmen den Talmud, das Sittengesetz der Juden, welches die Juden in einen Gegensatz zu allen 

anderen Völkerschaften gebracht hat, von vornherein abgelehnt haben, da der Talmud nichts mit der 

mosaischen Religion zu tun hat. Es ist überaus bezeichnend, daß in Rußland, dem klassischen Lande der 

“Judenunterdrückung”, der Karaïme volle Gleichberechtigung mit der eingesessenen Bevölkerung hat; 

also nicht um ihrer Religion willen sind die Juden verfolgt und unterdrückt worden, sondern in weiser 

staatlicher Voraussicht haben die Russen die Juden nur ihrer staatszersetzenden Talmudlehre wegen in 

ihren Bürgerrechten beschränkt. 

 

Vorstehende Aufstellung wirft ein grelles Schlaglicht auf die beispiellose 

Zähigkeit und Skrupellosigkeit der Führerschaft, mit der sie auf ihr Ziel 

hinarbeitet. 

 

Diese Attentate und Morde dauerten bis in die neueste Zeit ununterbrochen 

fort. Dabei wurde bei den gerichtlichen Untersuchungen stets festgestellt, daß an 

sämtlichen vorgekommenen Attentaten und Morden Juden ihre Finger im Spiel 

hatten, und daß die Mörder, sowie ihre Organisationen, von ausländischen 

Freimaurern finanziell unterstützt wurden. Dieses hatte zur Folge, daß das 

Freimaurertum, ja sogar die Heilsarmee, in Rußland verboten wurde. Des weiteren 

konnte die Regierung nicht umhin, zum Schutze ihrer Beamten und der 

Bevölkerung – denn bei den meisten Attentaten kamen so und so viele 

Unbeteiligte zu Schaden – energische Maßregeln zu ergreifen, unter anderem 

wurde Juden der Aufenthalt in den Hauptstädten untersagt. 

Es durften in den Hauptstädten nur diejenigen Juden leben, die entweder 

akademisch gebildet, oder Kaufleute 1. Gilde, oder Nikolaisoldaten* oder 

Soldaten, die im Besitz des Georgkreuzes** waren. Ferner wurde in beschränkter 

Anzahl Dentisten (Zahntechnikern) der Aufenthalt gestattet und endlich Schülern 

und Studierenden, soweit sie in den betreffenden Mittel- und Hochschulen 

aufgenommen waren. Um diese Beschränkung zu umgehen, nahmen viele Juden 

in bewährter Anpassungsfähigkeit den christlichen Glauben an. Mit Vorliebe 

wurde bei diesem Geschäft der griechisch-katholische Glaube als vorteilhaftester 

bevorzugt, hatte aber doch die unangenehme Begleiterscheinung, daß nach 

russischem Paßgesetz im neuen christlichen Paß der Vermerk stand: “jüdischer 

Abstammung.” Nun galt es, sich dieses Vermerkes zu entledigen, und das wurde 

auf dem Wege der Durchwanderung mehrerer christlicher Konfessionen erreicht. 

Illustriert wird dieses geniale Verfahren durch den konfessionellen 

Werdegang des nationalen Arbeiterführers Steklow. Er hieß ursprünglich 

Nachamkes, betrieb mit seiner Frau ein Institut für Schönheitspflege, in dem auch 

das “galante Petersburg” auf seine Kosten kam, und war reinblütiger Jude. Dann 

ließ er sich evangelisch taufen und erhielt nun in seinem Paß unter der Rubrik 

Glaube den Vermerk evangelisch-lutherisch, “jüdischer Abstammung”. Nun trat 

er zum katholischen Glauben über und erhielt im Paß den Zusatzvermerk “in den 

katholischen Glauben übergetreten.” Dann “verlor” er seinen Paß und beschaffte 

sich einen neuen, in den er auf Grund eines Zeugnisses der katholischen Kirche, 

daß er von der lutherischen zur katholischen Kirche übergetreten war, unter der 

                                                      

* 

 Unter der Bezeichnung “Nikolaisoldaten” versteht man die Soldaten, die noch unter Nikolai I. gedient 

haben. 

** 

Das Georgskreuz wurde dem russischen Militär für Tapferkeit verliehen und entspricht etwa dem E. K. 

10 

Rubrik Glaube als “Katholik” eingetragen wurde. Nun war der Jude 

verschwunden! Endlich trat er zur griechisch-katholischen Kirche über und wäre 

nun waschechter Russe gewesen, wenn nicht der Zuname Nachamkes ständig 

seine Nationalität verraten hätte. Alle Bemühungen bei der zaristischen Regierung, 

seinen Zunamen in den rein russischen Steklow umzuändern, blieben, trotz seiner 

Reise durch alle Konfessionen, erfolglos. Erst der Sturz der verhaßten Monarchie 

brachte ihm Befreiung von seinem ihm angeborenen Namen. Heute heißt er stolz 

Steklow. Eine andere Methode, die Beschränkungen des Wohnrechts in den 

Residenzen zu umgehen, bestand darin, daß die Juden sich im Auslande auf 

schnellstem Wege den Doktorgrad in wenigen Semestern verschafften. Damit war 

die Aufenthaltsberechtigung für die Residenzen erlangt, und der Zweck erreicht. 

Diese “Doctores” befaßten sich mit allem, was der jüdischen Natur naheliegt, nur 

nicht mit der Wissenschaft, die ihrem “wissenschaftlichen” Grade entsprach. 

 

 

Wie Pogrome entstehen. 

Diese Beschränkung des Wohnrechts löste nun in der ganzen Welt ein 

fürchterliches Gezeter über die schreiende Ungerechtigkeit aus, die den armen 

Juden in Rußland zugefügt wurde. Die unmöglichsten Geschichten über Pogrome 

wurden von den ins Ausland, namentlich in die Schweiz, geflüchteten jüdischen 

Nihilisten und ihren Mitläufern, sowie von den unzähligen Schwärmen jüdischer 

Badegäste, die jahraus, jahrein die deutschen und österreichischen Badeorte 

überfluteten, verbreitet, da aus obigen Gründen den Juden auch der Aufenthalt in 

den russischen Badeorten untersagt war. Immerhin wurde ihnen ein Badeort am 

Ostseestrande: Dubbeln bei Riga und ein Badeort am Schwarzmeerstrande: 

Eupatoria freigegeben. Diejenigen Juden, die das Aufenthaltsrecht in den 

Residenzen besaßen, durften natürlich auch sämtliche Badeorte besuchen. Die 

meisten aber zogen es vor, ausländische Badeorte aufzusuchen, da solches ja 

vornehmer ist, und eine Reise ins Ausland auch sonstige Vorteile bietet. Daß sie 

Juden seien, haben sie im Auslande wohlweislich verschwiegen; im Auslande 

gaben sie sich für Russen aus, während sie in Rußland sich als “Deitsche” 

bezeichneten. Ihnen ist es auch zu verdanken, daß man in der übrigen Welt so 

grundfalsche Begriffe über die russischen Zustände hatte. Es dürfte nicht 

uninteressant erscheinen, bei dieser Gelegenheit die märchenhaften Gerüchte, die 

in die Welt über die Judenpogrome gesetzt wurden, in die richtige Beleuchtung zu 

rücken. Ich habe in meinem Leben mehrfach Gelegenheit gehabt, derartige 

Pogrome mitzuerleben. Mit Ausnahme einiger weniger Fälle, wie der Pogrom in 

Kischinew, waren die Pogrome äußerst harmloser Natur, ja sie entbehrten nicht 

einer gewissen, wenn auch rohen Komik. Das äußere Zeichen der Pogrome waren 

 

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durch die Straßen fliegende Bettfedern. Seinem Glauben entsprechend, darf der 

Jude kein in Butter gebratenes Fleisch essen. Daher ißt er mit Vorliebe allerlei 

Geflügel, in dessen Fett er sich dann Fleisch bratet. Die Menge Federn sammelt er 

nun zu Pfühlen. Der Russe kennt keine Pfühle, er schläft auf Stroh und bedeckt 

sich mit einer gewöhnlichen Decke. Nun hat in irgend einem Städtchen oder Dorf 

der Jude oder die Juden die Bevölkerung gründlich ausgemergelt und ausgezogen. 

Der Handel lag auch in Rußland zum größten Teil in jüdischen Händen, und es 

gibt ganze Gebiete, in denen der Bauer oder der Gutsbesitzer nicht das Geringste 

ohne den Juden verkaufen kann, er wird seine Erzeugnisse nicht los, oder er muß 

sie zu Schleuderpreisen verkaufen. Wenn nun ein Jude über die Maßen 

aussaugerisch gewirkt hatte, und die Geduld der schandbar ausgebeuteten 

Bevölkerung in einem lichten Moment riß, nun dann hieß es: “Du verfluchter 

Jude, wir sollen arbeiten und dir alles umsonst hergeben, und wir und unsere 

Frauen und Kinder müssen auf Stroh schlafen, aber du arbeitest nichts, saugst uns 

aus und schläfst auf Federn, warte nur, heute werden wir auf Stroh, du aber auf 

nackten Brettern schlafen!” Der zur Verzweiflung getriebene, unbewaffnete Pöbel 

zieht nun von Haus zu Haus, die Fenster werden aufgerissen, die Pfühle 

aufgetrennt, und luftig flattern die Federn im Winde durch die Straßen, diese wie 

mit Schnee bedeckend. Gewöhnlich war damit der Pogrom erledigt, höchstens, 

daß hier und da einmal ein Topf zertrümmert oder eine Gardine heruntergerissen 

oder ein Spiegel zerschlagen wurde. Hie und da mußte die Polizei stillschweigend 

derartige Pogrome dulden, um es nicht zu größeren Ausschreitungen kommen zu 

lassen, daher auch das Märchen von der Schuld der Polizei an den Pogromen. Daß 

es im Allgemeinen nicht zu Tätlichkeiten kam, dafür sorgten die Juden in 

wohlweiser Erkenntnis des russischen Volkscharakters selbst, indem sie sich nur 

durch Gewaltgeschrei zur Wehr setzten. Wehrten sich aber die Juden, und es kam 

zu Schlägereien, nun dann allerdings konnten Pogrome wie in Kischinew 

entstehen. Gewöhnlich aber war der Jude viel zu gerissen, um sich zu wehren, 

wußte er doch zu genau, daß beim nächsten Handel die Bettfedern, der Topf, die 

Gardine, der Spiegel, mit auf die Rechnung kommen würden. Dafür wurde aber 

ein um so größeres Geschrei im Auslande erhoben, und das Mitleid der ganzen 

Welt für den armen, unglücklichen, geknechteten Juden erweckt. Wenn heute ein 

Drittel der russischen Bevölkerung in Rußland unter der Judenherrschaft auf die 

grausamste Art und Weise ums Leben gekommen ist, Greise und Männer, Frauen 

und Kinder, dann schüttelt man ungläubig die Köpfe: “Nein, das kann doch nicht 

möglich sein! Das ist zumindest übertrieben!” Wenn aber irgendwo in Europa, 

vielleicht in Berlin auf dem Kurfürstendamm, ein Jude einer Frau gegenüber frech 

wird und vom Gatten oder Bruder dieser Frau die verdiente Prügel bezieht, dann 

schreit morgen Jerusalem, Paris, London, New York! 

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Als Gegenstück zu den Judenpogromen sei der große Deutschenpogrom in 

Moskau angeführt, der in den Tagen vom 28. und 29. Mai 1915 stattgefunden hat. 

Die nach den Mißerfolgen in Galizien und an den masurischen Seen 

gedrückte Stimmung in der russischen Bevölkerung wurde durch eine bedeutende 

Siegesnachricht von der österreichischen Front wieder gehoben und ließ die 

Herzen der Russen begreiflicherweise wieder höher schlagen: es war die Nachricht 

von der Einnahme der Festung Przemysl. Die in der Festung erbeuteten 

Riesenkanonen stellte man im Kreml zu Moskau aus, und einige tausend 

gefangener Magyaren wurden von einem Bahnhof zum anderen auf möglichst 

vielen Umwegen geführt, um sie dem Volke zu zeigen. Der fraglos große Sieg 

wurde in sämtlichen Zeitungen eingehend besprochen, und es hieß, die russischen 

Truppen marschierten bereits auf Krakau zu, die Tschechen würden dann den 

längst vorbereiteten Aufstand wagen, und dann ständen über Böhmen und 

Schlesien alle Wege nach Berlin offen. Die patriotischen Wellen gingen einmal 

wieder hoch, aber dem feinen Beobachter der Volkspsyche konnte es nicht 

entgehen, daß bereits damals eine, wenn auch im Entstehen begriffene 

Kriegsmüdigkeit der Vater des Gedankens war, recht schnell nach Berlin zu 

kommen, um dann – Frieden zu haben. Diese Kriegsmüdigkeit lag allerdings noch 

im Unterbewußtsein der Volksmasse, sie ist aber absolut nicht abzuleugnen. 

Künstlich mußte der Kriegsmut und der Siegeswille aufgepeitscht werden, zu 

welchem Zwecke der Fall Przemysls einen glänzenden Anlaß gab. Der Sieg vor 

und um Przemysl löste einen allgemeinen Jubel und eine erneute Begeisterung für 

die Kriegssache aus. Sehr bald aber folgte auf diese fast unerwartete, plötzliche, 

sehr begreifliche Freude ein herber Schlag. Kaum war ein Monat verflossen, als 

die Nachricht kam, die Deutschen hätten die Festung Przemysl zurückerobert. Die 

Enttäuschung über diese Niederlage war eine gewaltige, es lag Gewitterstimmung 

in der Luft, deshalb mußte etwas getan werden, um die Wut des Volkes sich 

austoben zu lassen. In Moskau, wo die Erregung der Volksmassen eine besonders 

bedrohliche wurde, sah der damalige Statthalter, um gegen die Wühlarbeiten der 

Nihilisten im Volke einigermaßen ankommen zu können und den Ausbruch einer 

Revolution zu verhüten, sich gezwungen, die Wut des von diesen aufgehetzten 

Volkes gegen alles, was einen deutschen Namen führte, loszulassen. In einem 

gewaltigen Deutschenpogrom sollte das erboste Volk sein Mütchen kühlen. Der 

deutschklingende Name war das “Losungswort” des Tages. Alle Geschäfte mit 

deutschklingendem Namen sollten zertrümmert und ausgeraubt werden, ganz 

gleich, ob die Besitzer dieser Geschäfte Untertanen des Deutschen Reiches, 

Österreichs, oder aber, ob sie Balten und Kolonisten, somit russische Untertanen 

waren. Es waren eben Deutsche, und das genügte. Es wurden gedruckte 

Verzeichnisse aller deutschen Firmen verteilt. Sie, sowie die Pogromaufrufe, 

waren in der Gouvernementstypographie gedruckt. Bei dieser Gelegenheit 

verdient festgestellt zu werden, daß Juden, auch solche mit deutschklingendem 

 

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Namen, bei diesem Pogrom nicht gelitten haben. Auch tschechische 

Unternehmungen sind verschont geblieben, mit Ausnahme des Kristallgeschäftes 

des Grafen Harrasch, in dessen Fensterscheiben mehrere Pflastersteine 

hineingeschleudert wurden, weil er im Verdacht der Deutschfreundlichkeit stand. 

Ein glänzendes Zeugnis für die tschechische Treue! Nicht nur in den Hauptstraßen 

Moskaus, der Petroffka, der Schmiedebrücke, den Mjaffnitzkaja, der Lubjanka, 

dem Lubjanski Projest, der Srietenka usw., in denen ein deutsches Geschäft neben 

dem anderen sich befand, wütete der Pöbel, nein bis in die entferntesten Vororte 

hinaus wurde dieser Pogrom getragen. Nicht nur Geschäfte, Kontore, Fabriken, 

Paläste und Privatwohnungen reicher Leute wurden zertrümmert, vernichtet und 

niedergebrannt, nein, sogar das deutsch-evangelische Armenhaus sollte nicht 

unberührt bleiben. Sämtliche Insassen und Insassinnen dieses Armenhauses, weit 

über hundert Greise und Greisinnen wurden auf die Straße gesetzt, und ihr Hab 

und Gut hinausgeworfen und verstreut. Es würde zu weit führen, alle Geschäfte, 

die dabei gelitten haben, aufzuzählen, doch will ich immerhin einige, soweit sie 

mir noch erinnerlich sind, aufführen: die bekannte Weltfirma Hugo Wogau, 

das optische Geschäft von Karl Borchart, das große Wiener Kleidergeschäft 

von L. Mandl, vier Detailgeschäfte der Schokoladenfabrik von Einem, die 

Buchhandlung von Deubner, das Tabaksgeschäft von O. Bernhardt, die 

Musikalienhandlung von Jul. Heinr. Zimmermann, die Wiener Firma für 

gebogene Möbel Gebr. Thonet, die Aktiengesellschaft Gustav List, das 

Annoncenbureaux L. Metzel & Comp., die Stahlwerke Gebrüder 

Böhler, die Firma Robert Kentz, die Gesellschaft für landwirtschaftliche 

Maschinen Heinrich Lanz, die Filiale der Allgemeinen Elektrizitäts- 

gesellschaft A.E.G., die Aktiengesellschaft Siemens & Halske, die 

Auskunftei Schimmelpfeng, das Daunengeschäft Strauß, die Manufaktur 

Zündel, das Schuhgeschäft Weiß, die Filiale Wolff aus Buckau, die 

Kleiderkonfektion von Bogen, das Kontor der Firma Gantert usw. usw.  

Wie gewaltig der Deutschenpogrom gewesen ist, ersieht man daraus, daß in 

dieser kurzen Spanne Zeit über siebzig Großfeuer in Moskau gemeldet worden 

sind. Die Feuerwehr fuhr vor, griff aber erst ein, nachdem der Brand um sich 

gegriffen hatte, und er die Nachbarwohnungen und Häuser zu bedrohen anfing. 

Auch die Polizei hatte stillschweigend den Pöbel gewähren zu lassen und durfte 

nicht eingreifen. Systematisch wurde der Pogrom durchgeführt. Gruppen von 50 

bis 100 Mann hatten einen bestimmten kleinen Kreis zu “bearbeiten”, wobei ihr 

Anführer eine genaue Liste der Auszuplündernden bei sich hatte und an Hand 

dieser Liste seine “Arbeit” ausführte. Allerdings sind, als der Pöbel ins Rasen 

gekommen war, und sich kaum mehr halten ließ, “versehentlich” auch einige 

russische, französische und englische Firmen in Mitleidenschaft gezogen worden. 

Diese Fälle waren aber im Allgemeinen recht selten. Diesen Banden schlossen 

sich natürlich auch Liebhaber billiger Sachen an. Sehr bezeichnend ist es, daß 

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man in verschiedenen Geschäften, unter anderem in dem Tabakladen von O. 

Bernhardt, nachher Legitimationskarten von jüdischen Studenten gefunden hat, die 

diese im “Eifer des Gefechts” dort verloren hatten.* In der weiteren Umgebung 

Moskaus wurden deutsche Musterfarmen demoliert und niedergebrannt, die 

Verfolgten flohen in die Wälder. 

Wohl kein Judenpogrom ist derart wohlorganisiert und mit einer derartigen 

Auspeitschung der Volksleidenschaft ausgeführt worden, wie der eben 

geschilderte Deutschenpogrom und doch sind selbst bei diesem Pogrom auch nicht 

mehr als 3 Menschen ums Leben gekommen. Aus der Manufaktur von Aug. 

Schrader, wo der Pöbel ebenfalls wütete, wurde der Direktor Carlson, seine 

Schwiegermutter und seine Schwägerin erschlagen, und zwar deswegen, weil 

Direktor Carlson dem Pöbel gegenüber bewaffneten Widerstand geleistet hatte. 

 

 

Die neue Parole: “Rußland den Russen”. 

Gleichlaufend mit der jüdisch-nihilistischen Bewegung, machte sich schon zu 

Alexanders II. Zeiten eine zweite Strömung immer mehr und mehr geltend: die 

nationalistische mit dem Losungswort: “Rußland den Russen.” Entsprungen ist 

diese Strömung aus der Unzufriedenheit des Adels mit den reformatorischen 

Arbeiten Alexanders II. Schon Nikolai I. suchte die Stellung der Leibeigenen 

durch verschiedene Erlasse zu regeln und zu erleichtern. Die Leibeigenschaft 

aufzuheben, wie es seinem Herzen nahe lag, konnte er nicht wagen in Anbetracht 

der revolutionären Stürme, die in den Jahren 1848 und 1849 tobten. Erst seinem 

Sohne, Alexander II. wurde es vergönnt, diesen Lieblingsgedanken seines Vaters, 

dem er auch aus der Tiefe seiner Seele huldigte, zu verwirklichen.** Dadurch aber 

brachte er den landbesitzlichen Adel Rußlands gegen sich auf, der sich durch den 

Verlust seiner Leibeigenen, als auch mittelbar durch die mit dieser Reformation 

verbundene Beschränkung seines Landbesitzes, als auch durch die Verringerung 

und Verteuerung seiner Arbeitskräfte materiell geschädigt sah. Das kam jedoch 

erst späterhin zu Geltung und war in der wirtschaftlichen Unentwickeltheit jener 

Kreise der damaligen Zeit begründet. Ihr Vorwurf gegen den Zaren, daß sie durch 

diese Maßnahmen ruiniert wurden, trifft nur bedingt zu. Die Aufhebung der 

Leibeigenschaft an sich hätte noch nicht die Verarmung des kleinen Landadels zur 

                                                      

* 

 Die “harmlosen” verfolgten armen Juden, denen die “Greuel” eines Pogroms doch so sehr zuwider sein 

mußten, haben sich nicht gescheut, bei dem Deutschenpogrom in Moskau tatkräftig mitzumachen! Ist das 

nicht ein “schlagender” Beweis für die Liebe des jüdischen Volkes zum deutschen Volke? Und trotz 

allem wimmelt es in Deutschland voller Ostjuden! 

** 

 Hierbei muß ganz besonders hervorgehoben werden, daß die Befreiung der Sklaven in Nord-Amerika 

volle sechs Jahre später erfolgte als die Aufhebung der Leibeigenschaft durch Alexander II. 

 

15 

Folge haben müssen, da sie mit einer für damalige Verhältnisse reichlichen 

Geldentschädigung verbunden wurde. Bei dem unwirtschaftlichen Charakter der 

russischen Landadelkreise jener Zeit fand aber die Entschädigungssumme in den 

weitaus meisten Fällen nicht für die ausgleichende Intensivierung der Wirtschaft 

Verwendung, sondern wurde schon von der ersten Generation unwirtschaftlich 

vertan; die nächste Generation konnte sich auf dem angestammten Sitz nicht mehr 

behaupten und sah sich gezwungen, im besitzlosen niederen Beamtentum 

unterzuschlüpfen. Die große Tradition des freien, immerhin wohlsituierten 

Besitzers und das jammervolle Dasein eines kärglich besoldeten kleinen Beamten, 

ließ eine neue Klasse von Unzufriedenen entstehen, die den besten Boden für die 

revolutionäre Aussaat bot; aus selbstverständlichen Monarchisten wurden 

Demokraten, die unklare Begriffe über die Demokratie hatten, nur weil die hohen 

und im wahrsten Sinne menschenfreundlichen und liberalen Gedanken eines 

weisen Monarchen seiner Zeit vorausgeeilt waren! Mit einer den jüdisch- 

freimaurerischen Geist kennzeichnenden Geschicklichkeit wurde diese 

Unzufriedenheit geschürt und weiter verbreitet. 

Aus dem Gefühl dieser Unzufriedenheit heraus waren viele auch mit der 

deutschfreundlichen Politik Alexanders II. nicht einverstanden, sie scharten sich 

um die Nationalisten, deren deutschfeindliches Verhalten der bereits bestehenden 

Unzufriedenheit neue Nahrung zuführte. Die radikalen Charaktere liebäugelten 

sogar mit den Nihilisten, und erst im Jahre 1875 wurde die Regierung auf die 

Verbreitung des Nihilismus und auf die Gleichgültigkeit, mit der ein Teil des 

Beamtentums dieser kommunistischen und revolutionären Propaganda zusahen, 

aufmerksam. So arbeiteten auch immer noch monarchisch gesonnene Kreise 

unbewußt, aber doch Hand in Hand mit jüdisch-nihilistischen Elementen, und 

wurden von diesen für ihre Zwecke ausgenutzt. Bemerkenswert ist dabei, daß bei 

Gelegenheit einer Parade in der Michaelmanege in St. Petersburg der Zar in recht 

erregtem Tone dem französischen Botschafter Vorstellungen darüber machte, daß 

Frankreich es abgelehnt habe, einen Nihilisten an Rußland auszuliefern, der am 1. 

12. 1879 den kaiserlichen Zug zu sprengen versucht hatte. Andererseits ist es 

bezeichnend für die Stimmung, die selbst in Adels- und Offizierskreisen herrschte, 

daß, als am 13. 3. 1881 Alexander II. ermordet wurde, die in der Michaelmanege, 

anläßlich einer Parade, zu der Alexander II. fuhr, Versammelten kein besonderes 

Erstaunen zeigten. Es war so, als ob die ganze Sache zumindest nicht unerwartet 

käme. Der Mord ist umso bedauernswerter, als Alexander II. gerade in dem 

Augenblicke von den Nihilisten ermordet wurde, als er auf der Fahrt zur Manege 

im Portefeuille einen von ihm ausgearbeiteten Plan zu einer Konstitution mit sich 

führte, mit der er sein Volk beglücken wollte. 

Nach der Ermordung Alexander II. wurde der obenerwähnte 

deutschfreundliche Minister des Innern, Loris-Melikow, auf Betreiben der 

Nationalisten, am 16. 5. 1881 entlassen, und Graf Ignatiew zu seinem Nachfolger

16 

ernannt. Dieser arbeitete ganz im Sinne der nationalistisch-panslavistischen Partei. 

Als Gouverneur von Estland führte er dort rücksichtslos die Russifizierung durch. 

Bezeichnend für seine Art Verwaltung ist, daß in deutschen Kreisen in Estland der 

Name seines Gutes Ignatiewo zu einem Wortspiel den Anlaß gab, man sprach den 

Namen mit Pausen zwischen den einzelnen Silben aus und erhielt den russischen 

Satz “J gnat jewo” – deutsch: “so jagt ihn doch!” Seine Gattin hatte einen großen 

Einfluß beim Hofe Alexanders III. Um sie scharten sich die panslavistischen 

Kreise, die zum Teil aus Überzeugung, zum größten Teil aber aus Eigennutz den 

panslavistischen Gedanken ins Volk trugen. Dieser Haß gegen Deutschland wurde 

von der J gnat iewschen Partei systematisch gezüchtet, und die Vernichtung 

Deutschlands war das Feldgeschrei der Panslavisten. 

Auf Betreiben der panslavistischen Partei kam es 1903 zu der russisch- 

französischen Verbrüderung. Alexander III., dieser stolze Selbstherrscher, mußte 

es sich gefallen lassen, daß in seinem kaiserlichen Schlosse die Marseillaise, die 

französische Nationalhymne, gespielt wurde. Es kostete ihm viel Überwindung 

diese Hymne anzuhören. Daß diese russisch-französische Verbrüderung nicht 

harmlos war, sondern eine Spitze gegen eine dritte Macht gerichtet hatte, liegt 

wohl klar auf der Hand. Aber Alexander III. war dennoch soweit beherrschter 

Politiker, daß er es nicht zu offenem Ausbruch der Feindseligkeiten kommen ließ. 

 

 

Alice von Hessen. 

Gegen Ende seiner Regierung durchschaute Alexander III. immer mehr und 

mehr die auch für Rußland verderblichen Absichten der Panslavisten, und um ein 

Gegengewicht ihrer Politik zu schaffen, bestimmte er dem Thronfolger eine 

deutsche Prinzessin, Alice von Hessen, zur Gemahlin. Als überzeugter Vertreter 

der Politik der Dynastien wollte er durch diese Heirat die bereits recht 

erschütterten Beziehungen zur Nachbarmonarchie wieder in ein ruhiges 

Fahrwasser lenken. Er bekam nach seinem Tode, nicht ohne eine gewisse Ironie, 

den Beinamen eines “Friedensstifters.” Nichts war natürlicher, als daß die 

Panslavisten ihre Intriguen nunmehr gegen die künftige Gemahlin des Thronerben, 

die “Deutsche”, wenn schon mit größter Vorsicht betrieben. Begünstigt und 

erleichtert wurden diese Intriguen durch den Umstand, daß der Thronfolger schon 

seit Jahren ein inniges Liebesverhältnis zur Tänzerin Kzesinskaja unterhielt, 

welchem Verhältnis zwei Söhne entstammen sollen. Er wollte das Verhältnis nicht 

lösen und beschloß, dem Thron zu entsagen. 

Alexander III. hielt sich mit seiner Familie regelmäßig während einiger 

Sommermonate in Hapsal, einem kleinen Badeort in Estland, auf. Er bewohnte 

dann das Schloß der Gräfin Brevern de la Gardie. Eine mit der Zarenfamilie 

 

17 

befreundete Dame, die den Vorzug genoß, in den Gemächern der Zarenfamilie 

unangemeldet erscheinen zu dürfen, sah bei dem unverhofften Betreten des 

Kabinetts des Zaren den Thronfolger auf den Knien vor dem Zaren. Sie wollte sich 

sofort entfernen, doch Alexander III. hielt sie zurück mit den Worten: “Was sagen 

Sie dazu, …. , Nika will dem Thron entsagen.” 

Die Beziehungen des Thronfolgers zu der Tänzerin wurden von den 

Panslavisten dahin ausgenutzt, daß die zukünftige “deutsche” Zarin bei dem Volke 

unbeliebt gemacht, ja ins Lächerliche gezogen wurde. Es wurde verbreitet, der 

Thronfolger habe im Beisein mehrerer Höflinge dem Zaren gesagt, er wolle und 

werde die “Hessische Fliege” nicht heiraten. Die Nihilisten und Linken ihrerseits 

nutzten die Nachricht, daß der Thronfolger die Absicht habe, dem Thron 

zugunsten des zweiten Bruders Michael zu entsagen, aus, um das Volk zu 

verwirren. Sie verbreiteten die Nachricht, der Thronfolger habe den Zaren 

gebeten, ihn von der Thronfolge auszuschließen, da er sich zum Regenten zu 

schwach fühle und seiner ganzen Veranlagung nach, sich mit dem Leben eines 

unverantwortlichen Privatmannes begnügen wolle. Es wurde im Volke verbreitet, 

daß die Thronentsagung Nikolais Rußlands Untergang sein würde, da nach einer 

alten Sage das Haus Romanow mit einem Michael begonnen, auch mit einem 

Michael enden würde. Diese “Prophezeiung” war eine reine Erfindung des 

jüdisch-freimaurerischen Geistes, aber in ihr lag eine versteckte Drohung des 

Freimaurertums, die Monarchie in Rußland zum Sturze zu bringen. Tatsächlich ist 

es dem Freimaurertum auch gelungen, die Drohung späterhin auszuführen. Schon 

damals wurden die nachherigen Revolutionen vorbereitet. Interessant ist es auch, 

mit welchen kleinlichen Mitteln gegen die “Deutsche” agitiert wurde. Nach 

althergebrachter Sitte wurde die Aussteuer der Prinzessin von Hessen zur Schau 

gestellt. Dabei fiel es merkwürdig auf, daß sowohl von der nationalistischen, als 

auch der jüdischen Presse, natürlich in geeigneter Form, auf die Armseligkeit, ja 

die Notdürftigkeit des Trefors (der Aussteuer) hingewiesen wurde. In den 

betreffenden Hofkreisen wurde die Aussteuer bespöttelt, und zwar derart, daß 

dieses in die niederen Volksschichten eindringen mußte. Alles das sollte natürlich 

dem Volke die zukünftige Zarin als armes, nichtssagendes “Aschenbrödel” 

hinstellen. 

Nicht ohne Interesse ist folgender Vorfall. Die Braut des jeweiligen 

Thronfolgers hat vor der Trauung den orthodoxen (den griechisch-katholischen) 

Glauben anzunehmen und ihrem bisherigen Glauben zu entsagen. Das betreffende 

Aktenstück, das sie zu unterschreiben hat, enthält unter anderem den Satz, daß sie 

ihren bisherigen Glauben als ketzerisch bezeichnet. Als nun Pobedonoszew, der 

Oberprokureur der heiligen Synode (der Leiter der höchsten Kirchenbehörde in 

Rußland) nach althergebrachter Sitte der Prinzessin Alice dieses Aktenstück zur 

Unterschrift unterbreitete, las sie es, durchstrich das ganze Dokument und schrieb 

den Satz: “Mit Freuden nehme ich den Glauben meines zukünftigen Gemahls an.

18 

Alice von Hessen.” Entsetzt und sprachlos stand Pobedonoszew da, er hätte soviel 

Energie von der kleinen “Hessischen Fliege” nicht erwartet. 

Alle Vorstellungen des Oberprokureurs halfen nichts, die Prinzessin beharrte 

darauf, daß sie das Geschriebene nicht ändern würde. Dem Oberprokureur blieb 

nichts anderes übrig, als das Papier, so wie es war, Kaiser Alexander III. 

vorzulegen. Der Zar las das Papier eine Weile, gab es, nachdenklich geworden, 

Pobedonoszew zurück und sagte, daß, wenn seine Schwiegertochter es so 

wünsche, es ihm recht sei. 

 

 

Die Zarin und Rasputin. 

Die Gattin des jeweiligen Thronfolgers hatte recht oft wenig angenehme 

Stunden zu durchleben, doch hatten ihre Leiden in der russischen Geschichte mit 

der Thronbesteigung ihres Gemahls meist ihr Ende erreicht. Die unbeschränkte 

Machtstellung des Selbstherrschers aller Russen schützte sie vor allen noch so 

versteckten Angriffen. So hat die Anhalter Prinzessin, die nachmalige Zarin 

Katharina die Große, unbeschreiblich Schweres zu erdulden gehabt, aber mit dem 

Augenblick, wo der Druck von oben von ihr genommen war, konnte sich ihre 

Genialität zur vollen Blüte erheben. Der Unstern, der über die so ganz anders 

geartete Prinzessin Alice von Hessen schwebte, gestaltete ihr Schicksal anders. 

Mit dem Regierungsantritt ihres Gemahls begann ihre eigentliche Leidenszeit. 

Wie schon oben bemerkt, trieben die Nihilisten neben den Panslavisten ihr 

Hetzwesen gegen das Kaiserhaus. Auch das furchtbare Unglück aus dem 

Chodynkafelde während der Krönungsfeier wurde diesen Zwecken nutzbar 

gemacht. Nach einer alten russischen Sitte bewirtete der Zar das Volk am 

Krönungstage. Auf dem großen Chodynkafelde bei Moskau sollte ein jeder, der 

hinkam, ein Geschenk erhalten. In ein Tuch, auf dem das Reichswappen, die 

Initialen des Herrscherpaares, das Datum und so weiter sich befanden, waren ein 

Becher, Pasteten, Naschwerk eingebunden. Das große Feld, das zur Verteilung der 

Geschenke ausersehen war, diente sonst zu Manöverzwecken und war von tiefen 

Gräben umgeben. Diese wurden von zweieinhalbzölligen Brettern überbrückt, 

damit im Falle irgend einer Gefahr die Leute sich leicht über die Bretter zerstreuen 

konnten. Dem Publikum waren bestimmte Wege angewiesen, aus denen es an die 

Zelte herankommen und auf anderen Wegen abziehen sollte. Wie nachher erzählt 

wurde, brachen bei dem Ansturm des Volkes die Bretter zusammen, und die 

Gräben wurden zum Grabe von zweitausend Menschen. Am nächsten Tage hing 

an dem Denkmal der Nationalhelden Minin und Poscharski in Moskau ein großes 

Plakat, aus dem in Versform zu lesen war: “Sage, Minin, wer ist schuld, Sergius, 

 

19 

der Dummkopf oder Wlassowski, der Pole?” Mit Sergius war der Großfürst 

Sergius Alexandrowitsch* gemeint, der zurzeit Generalgouverneur von Moskau 

war.  

Wlassowski war der Polizeimeister von Moskau. Wer das Plakat angehängt 

hatte, blieb unbekannt. In Wirklichkeit war das Unglück folgendermaßen 

entstanden: mehrere Nihilisten, unter denen sich auch Uljanow (Lenin) und die 

berüchtigte “Großmutter der russischen Revolution”, Breschko-Breschkowskaja, 

mit befunden haben sollen, hatten sich frühzeitig die Geschenke geholt, auch 

hatten sie sich einige nagelneue Hundertrubelscheine aus der Reichsbank 

verschafft und mischten sich unter das Volk, welches, freudigerregt, auf die 

Geschenke und die Bewirtung wartete. Freudestrahlend sah sich das Volk die 

Sachen, die ihm von den Nihilisten gezeigt wurden, an. Letztere holten aus dem 

Becher den Hundertrubelschein hervor, zeigten ihn dem Volke. Sie erzählten, daß 

allerdings nur eine Million zur Verteilung gelange, die der Zar in seiner Gnade 

geschenkt habe. Hundert Rubel waren damals von hohem Wert, wenn man 

bedenkt, daß ein Pferd 12 Rubel, eine Kuh 8 Rubel kostete; wer diese hundert 

Rubel haben will, müsse sich sehr beeilen, denn es kommen nur 10.000 Scheine 

zur Verteilung. Mit Windeseile verbreitete sich diese Nachricht unter die viele 

Zehntausend Köpfe zählende Menge, die sich nun nicht weiter in Reih und Glied 

halten ließ, die ganze Volksmenge stürmte voran, um ja in die Zahl der ersten 

Zehntausend zu kommen. Sie stürmten über die Bretter hinweg, die diesen 

gewaltigen Druck nicht aushielten und durchbrachen. Die nachdrängende 

Volksmenge gab den Gestürzten nicht die Möglichkeit, aufzustehen, und so füllten 

die ersten Reihen mit ihren Leibern die Gräben. Nun wurde ins Volk lanciert, daß 

dieses eine böse Vorbedeutung für die Regierung des Zaren sei. Dem Zaren wurde 

erst sehr spät gemeldet, daß auf einer Stelle ein Gedränge entstanden sei, bei dem 

einige Personen zu Schaden gekommen seien. Da gab der Zar den Befehl, den 

Hinterbliebenen aus der Privatschatulle je 5000 Rubel zu zahlen. Am Abend fand 

ein Hofball statt, auf dem die ausländischen Fürstlichkeiten zugegen waren. Um 

ihretwillen wurde der Hofball nicht abgesagt, um so mehr, als dem Zaren nicht 

von einer Katastrophe, sondern nur von einem kleinen Unglücksfall gemeldet 

worden war. Dem Volk aber erzählten die Nihilisten, der Zar habe den Hofball 

nicht abgesagt, obgleich er genau wußte, daß gegen 2000 Menschen umgekommen 

seien. Das ganze scheußliche Verbrechen war von jüdisch-nihilistischen Studenten 

auf Anregung ihrer ausländischen freimaurerischen Auftraggeber ausgeführt, um 

durch diesen “Unglücksfall” den Monarchen beim Volke unbeliebt zu machen und 

ihn in den Augen des Volkes herabzusetzen. So wurde das Volk verhetzt. 

Ungeachtet dieser Scheußlichkeiten und der auf seine Vorgänger verübten 

                                                      

* 

 Der Großfürst Sergius ist am 17. 2. 1905 im Kreml zu Moskau von Nihilisten ermordet worden. 

20 

Attentate wollte Nikolai II. sich nicht hinter den Mauern seiner Paläste vergraben, 

sondern verließ in der ersten Zeit täglich den Palast, um, nur von einem 

Adjutanten begleitet, einen Spaziergang zu machen, wobei er bald in dieses, bald 

in jenes Geschäft eintrat, um hier Handschuhe, dort Zigaretten zu kaufen. Dem 

Anitschkowpalais in Petersburg gegenüber befand sich seinerzeit das rigasche 

Handschuhgeschäft von Knigge. Als Nikolai II. eines Tages aus dem 

Anitschkowpalais von seiner Mutter heimkehrend, das Geschäft betrat, um sich 

Handschuhe zu kaufen, war die Verkäuferin derart verwirrt, als sie den 

Beherrscher aller Russen als Käufer vor sich sah, daß sie nicht in der Lage war, 

ihn zu bedienen. Erst einige ermunternde Worte des hohen Käufers brachten die 

Ärmste zu sich. Freundlich lächelnd nahm der Zar die gekauften Handschuhe und 

verließ das Geschäft. Doch nicht lange durfte sich der “allmächtige” Beherrscher 

des gewaltigen Rußlands diese Freiheit erlauben, sehr bald wurde ihm dieses 

“Sich-unter-dem-Volke-bewegen” verleidet. Er hätte sonst zu populär werden 

können! 

Nun kam ein anderes Unglück für die Zarin. Mit jeder Geburt wuchs die 

Verstimmung, denn nach dem Hausgesetz der Romanows waren seit Paul 1. die 

weiblichen Mitglieder des Hauses von der Thronfolge ausgeschlossen, daher 

wurde vom ganzen Volke sehnsüchtig ein Thronfolger erwartet. Das Schicksal 

aber war der Zarin nicht hold; man kann sich ihre Lage denken, es wurde ein 

Thronfolger erwartet, und sie hatte das Unglück, vier Töchtern nach der Reihe das 

Leben zu schenken. Erst das fünfte Kind und zugleich das letzte war ein Sohn. Als 

Alice von Hessen den russischen Glauben angenommen hatte, wollte der Zar ihr 

einen Lehrer geben, um sie in den russischen Glauben einzuführen. Hierzu wurde 

der sehr fromme alte Theofanos, Erzbischof von Taurien, ausersehen, der seine 

Aufgabe gewissenhaft ausführte. Nikolaus II. hatte dem greisen Priester ein 

Gnadengeschenk zugedacht. Der äußeren Form halber aber gab er ihm den 

Auftrag, die sibirischen Bistümer zu revidieren. Nach seiner Rückkehr wollte der 

Zar ihm das Geschenk überreichen. Auf seiner sibirischen Fahrt meldete ihm der 

Bischof von Tobolsk, er habe in seinem Bistum einen Mann, der sehr fromm sei 

und von Gott die Gabe habe, durch Gebet Leute gesund zu machen. Der 

Erzbischof ließ sich den Mann vorführen. Es war Rasputin, ein einfacher Mann, 

der fromm veranlagt war und über eine gewaltige natürliche hypnotische Gabe 

verfügte. Rasputin hatte selbst keine Ahnung von seinem Talent, sondern war 

allen Ernstes davon überzeugt, daß er seine Erfolge nur seinem Gebet zu 

verdanken habe. Ein junger Mann hatte sich als Knabe vor Schreck die Lähmung 

eines Armes zugezogen. Diesen hatte Rasputin geheilt, eine in der Medizin 

bekannte Möglichkeit. Der Erzbischof konnte ihn nicht vergessen. Er, ein lauterer, 

rechtgläubiger Christ sah in Rasputin einen von Gott auserwählten Heiligen, wie 

sie deren die russische Kirchengeschichte nicht wenige auszuweisen hat. Als er 

 

21 

nun nach seiner Rückkehr dem Kaiser von seiner Reise Meldung machte, 

berichtete er ihm auch über Rasputin und bat ihn um die Erlaubnis, den Mann 

vorstellen zu dürfen. Der Kaiser wollte dem greisen Erzbischof die Bitte nicht 

abschlagen und ließ sich Rasputin vorführen. Rasputin siedelte nach Zarskoje 

Sselo über und hatte Zutritt bei Hofe. Als nun die Kaiserin das Unglück hatte, eine 

Tochter nach der anderen zu gebären, war sie natürlich sehr niedergedrückt. 

Wieder wurde das Volk aufgehetzt, indem man auf das Wort aus dem Heiligen 

Testament hinwies: “Einen unfruchtbaren Feigenbaum müsse man abhauen.” Nach 

der Geburt der dritten Tochter wurde aus Wien der bekannte Doktor Schenk 

berufen, aber auch er hatte mit seiner wissenschaftlichen Theorie kein Glück. Die 

vierte Tochter kam zur Welt. In ihrer Verzweiflung äußerte sie sich in einem 

Gespräch Rasputin gegenüber, daß sie sehr traurig sei, daß Gott ihr keinen Sohn 

schenken wolle. Rasputin empfahl ihr zu beten, was die Zarin auch tat. Auch er 

wolle seine Gebete mit den ihrigen vereinigen, und siehe da! der langersehnte 

Thronfolger erschien! Es war zugleich das letzte Kind der Zarin, das sie wie ihren 

Augapfel hütete. 

 

 

Rückblick auf den japanischen Krieg. 

Kaum war die arme Kaiserin um diese Klippe gekommen, als schon ein 

neues Unglück drohend am Horizonte sich erhob: der japanische Krieg. Es dürfte 

nicht allgemein bekannt sein, beziehungsweise dürfte es bereits der Vergessenheit 

anheimgefallen sein, daß der offene Anlaß zum japanischen Kriege in einem 

jüdischen kaufmännischen Unternehmen lag: Baron Ginzburg, eine bekannte 

Finanzgröße St. Petersburgs, unverfälschter Jude, hatte die sogenannten 

Holzkonzessionen in Korea erworben. Diese Holzkonzessionen, eine wucherische 

Ausbeutung des Landes, nahm Japan zum Anlaß seiner Kriegserklärung. 

Wiederum arbeiteten beide obengenannten Parteien, die im Grunde einander 

gegenüberstanden, sich in die Hände. Die eine Partei, die es auf den persönlichen 

Sturz des Zaren Nikolai und seiner “deutschen” Gemahlin abgesehen hatte, hatte 

es verstanden, die Zustellung des Telegramms mit dem japanischen Ultimatum an 

den Zaren solange zurückzuhalten, bis der Termin desselben abgelaufen war; die 

andere Partei aber, die auf den Sturz der ganzen Dynastie und den 

Zusammenbruch und Sturz der Monarchie hinarbeitete, hetzte das Volk, wo und 

wie immer es konnte. Namentlich war es die Garde, die später nach Schluß des 

Krieges, nach dem Revolutionsjahr 1905 auf die erdenklichste Art beschimpft 

wurde. Die Garde, so wurde erzählt, sei feige gewesen, sie sei zuhause geblieben, 

während sie auf dem Kriegsschauplatz hätte sein sollen. Wenn die Garde in den 

Krieg gezogen wäre, dann wäre der japanische Krieg gewonnen usw. Dabei wurde

22 

dem Volke verschwiegen, daß es nicht Aufgabe der Garde war, in diesen 

Kolonialkrieg einzugreifen. Das Truppenaufgebot für diesen Krieg wurde nach 

den nächstgelegenen Militärbezirken zusammengestellt, so daß die westlichen 

Militärbezirke, wie St. Petersburg (Garde) Wilna, Warschau usw. gar nicht oder 

nur im geringsten Maße in Anspruch genommen wurden. Ungeachtet dessen 

haben sich Gardeoffiziere vielfach freiwillig für die aktive Verwendung in diesem 

Kriege gemeldet. Die Garde Rußlands hatte eben wesentlich andere Aufgaben, als 

nur ausschließlich solche rein militärischen Charakters. Das war die Quittung der 

freimaurerisch-gesonnenen revolutionären Kreise an die Garde dafür, daß sie in 

treuer, monarchischer Gesinnung die Revolution von 1905 unterdrückt hatte. 

Immerhin, die Garde war in ihrer Ehre gekränkt, und, als der große Krieg 

ausbrach, bat sie den Kaiser, sie als erste ins Feld zu schicken. Das war ein 

schwerer Fehler, denn dadurch hat die Garde den Revolutionären unbedacht einen 

großen Dienst geleistet. Auf Ostpreußens Feldern ist sie zum größten Teil 

gefallen. Wenn die alte Garde bis zuletzt zuhause geblieben wäre, dann hätte die 

Revolution nicht um sich greifen können, es wäre höchstens zu einer 

Palastrevolution gekommen. Das, was zurzeit des Ausbruchs der Revolution in 

den Garderegimentern steckte, waren Neulinge, Rekruten, denen die Tradition der 

alten Garde ein leerer Wahn war. Wenn wir vom russisch-japanischen Kriege 

sprechen, so dürfen wir nicht vergessen, daß England seinem mit Japan im Jahre 

1902 geschlossenen Bündnisse getreu, Japan mit allen nur erdenklichen Mitteln 

unterstützte. Die russische Ostseeflotte wurde auf ihrer Fahrt nach dem fernen 

Osten von den Engländern auf alle mögliche Art und Weise schikaniert und 

aufgehalten. Vor dem Suezkanal mußte die russische Flotte wochenlang liegen, 

weil die Engländer im Kanal “zufällig” ein Schiff versenkt hatten: die russische 

Flotte mußte rund um Afrika laufen; im Indischen Ozean gab kein englisches 

Schiff den Russen Kohle ab, die japanischen Schiffe aber hatten Cardiff-Kohlen 

usw. Wenn die Flotte des Admirals Togo geschlagen worden wäre, dann wäre 

Japan geschwächt, und Japans alter Gegner, Amerika und dessen Handel, wären 

gestärkt worden; Amerika würde England gegenüber zu einem allzu gefährlichen 

Konkurrenten auf dem Weltmarkt geworden sein. Aus Furcht vor Amerika hat 

England alles aufgeboten, um Japan behilflich zu sein, und Wilson hat bei England 

seinen Dank abgetragen, indem er für das “befreundete” England die Lanze brach! 

Das wäre allerdings menschenfreundlich, ja fantastisch-ideal, wie man es von 

einem praktisch veranlagten Amerikaner kaum erwarten dürfte, wenn nicht die 

ganze Sache einen Haken gehabt hätte. Der grauenhafte unbeschränkte U- 

Bootkrieg versenkte ein jedes Handelsschiff, das ja schließlich nicht nach England 

zu gehen brauchte, ebensowenig, wie es nicht nach Deutschland gehen durfte, 

dessen am Kriege unbeteiligte Arbeiterkinder und Säuglinge nach Wilsons 

 

23 

Ausfassung ja auch nicht zu essen brauchten! Die vielen Quäker, die sich eben in 

Deutschland befinden, können es ja bestätigen, ob die Kinder in Deutschland auch 

essen mußten, oder ob sie sich begnügen konnten mit der Anhimmelung jenes 

zukünftigen Nobelpreisträgers, des menschenfreundlichsten “Friedens”stifters Mr. 

Wilson und seines Völkerbundes. Übrigens dürfte Mr. Wilson bei seiner 

ausgesprochenen Menschenfreundlichkeit und seinem turmhohen 

Gerechtigkeitssinn wohl oder übel zugeben müssen, daß der Völkerbund letzten 

Endes nichts anderes ist, als die von jenem “schwächlichen” und “beschränkten” 

Nikolai II. ersonnene Haager Konferenz, allerdings nach jüdisch-freimaurerischem 

Zuschnitt! 

 

 

Das goldene Kalb und die versteckte Unschuld. 

Nun dürfen wir uns aber erlauben die Behauptung aufzustellen, daß die U- 

Bootfrage genau so wie die Frage der belgischen Neutralität nur vorgeschoben ist, 

um den wahren Grund zum Kriege zu verschleiern. Der satanische Urheber zum 

Kriege ist das Leihkapital, der Götze Mammon. Eine kleine Gruppe von jüdischen 

“Geschäfts”leuten brauchte “so ein bißchen Krieg”, um den Geldverkehr in 

Bewegung zu bringen und mehr verdienen zu können. Das sind die Vertreter der 

Pariser und Londoner Börsen, die Vertreter der französischen und englischen 

Großbanken. Während das werktätige Kapital möglichst gleichmäßige Preise 

braucht, können die Banken nur dann wirklich gute Geschäfte machen, wenn die 

Valuta steigt und fällt, kurz, wenn es die sogenannte Hausse und Baisse gibt. 

Kriege aber geben bekanntlich starke Haussen und Baissen und bieten dadurch die 

besten Spekulationsmöglichkeiten. 

Und die belgische Neutralität? Nun ja, Belgien muß ja wohl schuldlos sein, 

wenn in der Welt so viel von seiner Unschuld gesprochen wird, und es wird ja 

bestimmt nur ein ganz belangloser “Zufall” sein, daß gleich nach Ausbruch des 

Krieges belgische Flieger öffentlich in ihren Uniformen in den Straßen St. 

Petersburgs umherspazierten, wenn schon alle Welt und jedes Kind in Petersburg 

es wußte, daß Poincare bei seinem Besuch in Petersburg im Juli 1914 aus seinen 

Schiffen zerlegte belgische Flugapparate und belgische Flieger als Instrukteure für 

die russische Armee mitgebracht hatte. Es wurde daraus kein Hehl gemacht, im 

Gegenteil, es wurde als ein forscher Streich hingestellt. Das Fliegerwesen war in 

Rußland noch nicht auf genügender Höhe, doch durch die belgischen Flieger und 

Flugapparate wurde es bedeutend verbessert. 

Die belgische Basis des russischen Flugwesens und eine tiefe Verbeugung 

der anerkennenden Dankbarkeit vor dem belgischen Lehrmeister fanden ihren 

24 

Ausdruck in der Uniformierung der russischen Flieger, die sich im Allgemeinen 

stark an die belgische anlehnte und als Kopfbedeckung sogar die getreueste 

Nachbildung der belgischen Kappe brachte, in Form und Farbe so unrussisch 

wie möglich, und dieses alles zurzeit der Hochflut nationaler Eigenart auch in 

allen Äußerlichkeiten. Ja, ja, Belgien war neutral – das ist eben eine feststehende 

Tatsache, an der man nicht rütteln darf, denn sonst müßte man England der 

Heuchelei bezichtigen, wenn England als Grund seines Eingreifens in den Krieg 

das Eintreten für die belgische Neutralität angibt. Und Poincare wurde 

ausgerechnet von Foch begleitet, und daß Foch mit Ssuchomlinow, dem 

russischen Kriegsminister, und namentlich mit dem Generalstabschef 

Januschkewitsch nur “Anstandsvisiten” gewechselt haben, das steht doch außer 

Zweifel!! Wie sollte es diesen Herren auch in den Sinn gekommen sein, an eine 

Kriegsmöglichkeit überhaupt nur zu denken!! O, ihr armen, betörten Völker!!! 

 

 

Die “hessische Krankheit”. 

Das Chodynkaunglück, das Ausbleiben des sehnlichst erwarteten 

Thronfolgers, der unglückliche japanische Krieg und die Revolution 1905 mit den 

gräßlichen Morden und Scheußlichkeiten, die namentlich von den Esten und 

Letten in geradezu bestialischer Weise ausgeführt wurden, hatten der armen Frau 

schwere Stunden bereitet. Endlich war der langersehnte Thronfolger da, und sie, 

die sie durch den schweren Stand übertrieben gottesfürchtig geworden war, 

glaubte felsenfest an die Wunderkraft Rasputins. Den Thronfolger aber ließ sie 

nicht aus dem Auge. Als der Knabe größer war, wurde ein Soldat, mit Namen 

Derewenko, sein ständiger Begleiter, der für sein Leben verantwortlich war. Eine 

rührende Freundschaft entspann sich zwischen den beiden. Die junge Zarin hatte 

allen Grund für das Wohl des Knaben zu fürchten. Ungeachtet aller Sorgfalt 

wollte es der über den letzten der Romanows waltende Unstern, daß der 

Thronfolger einen schweren Unfall erlitt. Gelegentlich eines Besuches der 

Kaiserlichen Yacht glitt er aus und zog sich hierbei eine schwere Beinverletzung 

zu. Gerüchte über ein Attentat, die in diesem Zusammenhange auftauchten, haben 

sich nicht auf ihre Glaubwürdigkeit hin feststellen lassen. 

Rasputin war aus irgend einem Grunde in Ungnade gefallen und wurde vom 

Zaren nach Tobolsk, seiner Heimat, zurückgeschickt. Die feindliche Partei 

bemächtigte sich dieses Vorfalles, um Rasputin zum Werkzeug ihrer Pläne zu 

machen. Sie veranlaßten ihn, die Zarin zu bitten, ihn zurückzuhalten, da er das 

Empfinden habe, sein Schicksal hänge mit dem des Thronfolgers zusammen, und 

daß diesem etwas zustoßen könne, wenn er dem Hofe fern sei. Der Zar bestand 

aber auf seinem Befehl und Rasputin mußte reisen. In Petersburg wirkte zu der 

 

25 

Zeit ein in den weitesten Kreisen bekannt gewordener Tibetaner, der sich 

Naturarzt nannte und der seine Patienten mit tibetanischen Heilkräutern 

behandelte und der gerade aus den oberen Gesellschaftsschichten bis hinauf zu 

den Hofkreisen großen Zulauf hatte. Dieser gab einer Hofdame ein Pulver, das 

wohl aus Ginseng bestand, einer Wurzel, die die Eigenschaft hat, Blutungen 

hervorzurufen und zu diesem Zwecke im fernen Osten viel verwendet wird. 

Sobald Rasputin fort war, schüttete die Hofdame täglich eine Kleinigkeit von 

diesem Pulver in die Speisen des Prinzen und seine Wunden begannen zu bluten. 

Das war wieder ein geeigneter Stoff, um das Volk gegen das Zarenhaus zu hetzen 

und den kleinen Kronprinzen beim Volke als einen Degenerierten hinzustellen. 

Dabei wurde wieder der “Deutschen” ein Seitenhieb versetzt. Der Thronfolger 

habe von seiner Mutter die sogenannte “hessische Krankheit” geerbt, an der 

angeblich das ganze Haus Hessen leide und allmählich zugrunde gehe. Jede 

ärztliche Hilfe war vergebens, denn die wahre “Krankheit” konnte natürlich nicht 

festgestellt werden. Da bat die Zarin den Kaiser in ihrer Not, er möge doch zu 

ihrer Beruhigung, und um des Kindes willen, Rasputin zurückkommen lassen. Der 

Kaiser gewährte die Bitte seiner unsäglich leidenden Gattin und Rasputin wurde 

zurückgerufen. Mit dem Augenblick, wo Rasputin seine Abreise meldete, hörte 

die Wunde zu bluten auf, denn die Hofdame schüttete weiter keine Pulver in die 

Speisen des Prinzen. Damit war der Zweck der Intrigue erreicht: Rasputin 

zurückberufen, im steigenden Einfluß, aber unbewußtes Werkzeug in den Händen 

der Gegner der Zarin. 

 

 

Das wahre Gesicht. 

Dem Zaren waren wegen eines leichten Leidens medizinische Bäder 

verordnet, deren Zubereitung von einem Arzt beaufsichtigt wurden. Als eines 

Tages der Zar das Bad nehmen wollte, hatte sein alter Kammerdiener auf dem 

Wege ins Badezimmer Gelegenheit gefunden, dem Zaren zuzuflüstern, er möge 

nicht in die Wanne steigen: das Bad sei vergiftet. Als die Zarin von diesem 

Attentate hörte, war sie natürlich sehr erregt und sie bat Rasputin, in jede Wanne, 

die ein Mitglied der kaiserlichen Familie besteigen sollte, zuvor das heilige Kreuz 

zu tauchen. Durch Eintauchen des heiligen Kreuzes wurde das Wasser nach 

russischem Glauben geweiht. Manch schmutzige Märchen wurden vonseiten der 

Revolutionäre im Anschluß an diese Anordnung der Zarin nach Ausbruch der 

Revolution im Volke verbreitet, unter anderen das, daß Rasputin mit der Zarin und 

den kaiserlichen Töchtern zusammen gebadet habe. Auch wurden von jüdischen 

Verlegern in großen Mengen Broschüren verbreitet, in denen Zeichnungen 

schmutzigster Art über die Zarin und die Töchter abgebildet waren, die 

26 

wiederzugeben das Schamgefühl verbietet. Und all dieser Schmutz wurde mit dem 

hochklingenden Namen “Pressefreiheit” entschuldigt. Ich hatte Gelegenheit, 

sämtliche vier kaiserliche Töchter aus nächster Nähe beobachten zu können. Es 

war im Sommer 1916, in einem der Militärlazarette in Petersburg, das den Namen 

der einen Tochter des Kaiserpaares führte. Zufällig befand ich mich im benannten 

Hospital, als die vier kaiserlichen Prinzessinnen dasselbe besuchten. Es waren 

schlichte junge Mädchen. Ich hatte den Eindruck von wohlerzogenen, 

kerngesunden, jungen Menschenkindern, denen man nicht entfernt die 

angedichteten sexuellen Ausschweifungen zutrauen konnte. Freundlich und nett 

unterhielten sie sich mit einem jeden der Verwundeten und dem Personal, trösteten 

die Kranken und schenkten jedem zur Erinnerung ein kleines auf der Brust zu 

tragendes Kreuzchen oder ein Heiligenbild. Sowohl die Kaiserin Alexandra als 

auch ihre Töchter, besuchten bald dieses, bald jenes Lazarett unermüdlich. Für 

jeden Verwundeten fanden sie ein tröstendes Wort. Aber auch dieses wohltätige 

Werk sollte in den Schmutz gezogen werden. In einem Moskauer Hospital waren 

zwanzig verwundete Gefangene aus einem hessischen Regiment untergebracht. 

Die hessischen und die russischen Verwundeten lagen in zwei nebeneinander- 

liegenden Sälen. Man führte die Zarin durch den Saal der russischen 

Verwundeten. Wie immer verteilte sie an die Kranken die Heiligenbilder. Nachher 

führte man sie in den Saal, in dem die deutschen Verwundeten lagen. Natürlich 

schenkte sie den Deutschen nicht ein Kreuz oder ein Heiligenbild, das für diese 

nicht den Sinn hatte, wie für die Russen, sondern sie gab einem jeden ein 

Goldstück. Sofort wurde in der Stadt erzählt, die Zarin habe ihr Deutschtum 

bewiesen und die Deutschen den Russen vorgezogen, da sie ihnen Goldstücke 

gegeben habe. 

So wurde von den Revolutionären im Volke gegen die Herrscherfamilie 

gehetzt. Man denke sich in die Lage der unglücklichen Fürstin hinein: sie eine 

deutsche Prinzessin und Zarin von Rußland in einer Zeit, wo Deutschland mit 

Rußland im Kriege war. Hier ihr Gatte, ihre Töchter, ihr Sohn, ihre zweite Heimat, 

dort ihre ganze Verwandtschaft. Vergessen wir nicht, daß eine leibliche Schwester 

von ihr den Prinzen Heinrich von Preußen zum Gemahl hatte. Eine zweite 

Schwester war die Gattin des englischen Herzogs von Connought, eine dritte 

Schwester war die Gemahlin des von den Nihilisten ermordeten Großfürsten 

Sergius von Rußland, dem dieselben Nihilisten die Schuld am oben geschilderten 

Chodynkaunglück zudichteten und sie selbst dauernd in Ängsten um das Leben 

ihres Gatten und ihres Sohnes und obendrein ständig von allen Seiten angefeindet. 

Kann eine solche Frau überhaupt an Liebeleien denken? Es gehört eine jüdische 

Verlogenheit und Niedertracht dazu, ein derartig schmutziges Gerücht zu 

verbreiten und eine außerordentliche Stumpfsinnigkeit, derartig schmutzigem 

Geschwätz überhaupt ein Ohr zu leihen. Was hatte diese ärmste Dulderin im 

Zarinnenornat zu tragen und zu dulden! Sie war mehr als eine russische Marie-

 

27 

Antoniette! Sie war eben die verhaßte “Deutsche” und gehörte zu der Nation der 

“Hunnen und Barbaren”. Das war es eben! 

Rasputin aber in irgend welche schmutzigen Beziehungen zu der Familie des 

Zaren zu bringen, dazu gehört eine jüdisch-freimaurerische Unverfrorenheit und 

Schamlosigkeit, aber auch die Stupidität und Stumpfsinnigkeit der rohen 

Volksmassen. Wie immer Rasputins persönliches Leben gewesen sein mag, so hat 

man im Volke über ihn vor der Miljukowschen Rede in der Duma nur gehört, daß 

er sehr vielen Armen geholfen hat. Sein Name war in jedermanns Munde erst seit 

jenen “Enthüllungen” dieses edlen Ententeanhängers. Man mußte aber den Kaiser 

und das Kaiserhaus heruntermachen und in den Kot ziehen denn sonst wäre ja das 

revolutionäre Geschäftchen kaum gelungen und darauf kam es ja eben an. Über 

Rasputins angebliche Vorliebe für die Frauenwelt wurde nach der Revolution viel 

geredet, nun denn, wir dürfen uns nicht scheuen, festzustellen, daß Kerenski, wie 

ja allgemein bekannt, eine etwas mehr als kleine Schwäche für das Weibliche 

hatte. Ohne Morphiumspritze und ohne Weiber ist Kerenski eben nicht denkbar. 

 

 

Parasiten. 

Es mag festgestellt werden, daß die Juden nach Möglichkeit sich nicht 

offenkundig gegen die Regierung auflehnten, die sie von Grund ihrer Seele 

haßten, sie arbeiteten vielmehr nach der auch in anderen Staaten durchaus 

bewährten Methode, unauffällig und in aller Stille, derart, daß die Bevölkerung, 

die keinen politischen Ausblick hatte, nichts Direktes ihnen nachsagen konnte, ja 

sogar ihre Mitarbeit häufig für durchaus wünschenswert hielt. Für ihre geheimen 

Zwecke schickten sie die ungebildete Arbeitermasse vor, die sie vorher organisiert 

und durch die Presse, die fast ausschließlich in ihren Händen war, verhetzt hatten. 

Andererseits verstanden sie es aber, die Leute durch Schlagworte irre zu führen, 

die auf die große Menge, die politisch absolut unreif ist, ja als ein großes 

politisches Wickelkind angesehen werden muß, einen rein hypnotischen Einfluß 

ausübten. Ein besonderes Talent zeigten sie in der Zersplitterung der Volksmenge 

in Parteien. Sie verstanden es, wie ja überhaupt in der Welt, in jeder Partei eine 

führende Stellung einzunehmen oder aber die führenden Persönlichkeiten unter 

ihren Einfluß zu bringen. Das geeignete Mittel zur Erreichung ihrer Ziele war 

Geld, häufig aber bedienten sie sich der Vermittlung schöner Frauen. Dann aber 

suchten sie bald diese Partei, bald jene gegen eine dritte aufzustacheln, damit es zu 

einem heftigen Anprall zwischen den einzelnen Parteien komme und der Riß 

zwischen den Volksschichten ein um so größerer werde. Ferner legten sie einen 

besonderen Wert darauf, Stadt und Land gegeneinander zu hetzen, kurz, es kam 

ihnen darauf an, Uneinigkeit im Volke zu säen, denn, je mehr ein Volk sich in

28 

Parteien zersplittert, um so günstiger ist es für ihre geheimen Ziele. Daher kam es 

auch, daß in der Duma der Streit zwischen den Parteien nicht aufhörte und die 

Folge davon war, daß die Duma eigentlich recht wenig positive Arbeit geleistet 

hat, vielmehr in Streitigkeiten die Kräfte und die Zeit verzettelte. Sie wußten es zu 

genau, daß mit dem Augenblick, wo dieser Gegensatz ausgeschaltet ist, ein 

Ordnungsblock zustande gekommen, den zu bekämpfen ihnen glattweg unmöglich 

gewesen wäre. Rußland wäre dann gerettet, der Juden Spiel aber ein für allemal 

ausgespielt! Die Juden haben die Lehre aus der alten Geschichte vom Vater und 

den sieben Söhnen sich voll und ganz zu eigen gemacht. Selbst waren und blieben 

sie Juden. Ob die einzelnen unter ihnen als Mitglieder des russischen Volkes 

rechts oder links standen, untereinander aber, also als Mitglieder des jüdischen 

Volkes, kannten sie keine politischen Unterschiede, unter sich waren und blieben 

sie eben Juden. Für die anderen predigten sie die allbeglückende Internationale, 

unter sich aber pflegten sie das nationale Bewußtsein in gesteigertem Maße. Als 

Beleg hierfür mag folgende Tatsache dienen: während es bei Sibirienstrafe 

verboten war, deutschen Kriegsgefangenen etwas zu geben, haben die Juden es 

verstanden durchzusetzen, daß deutsche Kriegsgefangene, allerdings jüdischen 

Glaubens und Nationalität, das Passafest in jüdischen Familien verbringen durften. 

Die Juden, ob sie russische oder sonst welche Untertanen sind, sind eben etwas 

anderes, als die übrige Volks”menge”. Bei dieser Arbeit, das russische Volk in 

möglichst viele Parteien zu zersplittern und die Parteien gegeneinander 

aufzupeitschen, fanden sie natürlich weitgehendste Unterstützung bei der Presse, 

die in Rußland genau so, wie in anderen Länder, soweit sie nicht konservativ- 

monarchistisch war, zum bedeutenden Teil in jüdischen Händen sich befand oder 

unter jüdischem Einfluß stand, wie aus nachstehender Aufzählung der wichtigsten 

russischen Zeitungen ersichtlich ist: 

 

 

Die führenden russischen Tageblätter: 

Novoje Wremja 

Verleger: Att.-Ges. A. S. Suworin (Hauptinhaber: Rabinowitsch, Jude). 

Das offiziöse Organ Rußlands, wurde von England stark subsidiert, ging 

sofort nach Ausbruch der Revolution ins linke Lager über. Nicht zu 

verwechseln mit der gegenwärtig in Bukarest erscheinenden R. Wr. 

Wetscherneje Wremja 

Verleger: Att.-Ges. Boris Suworin (Hauptinhaber: Manassewitsch-Manuiloff 

und Goldstein, beides Juden). 

Fortschrittliche Zeitung. 

 

29 

Rjetsch 

Verleger: Hessen, Jude. 

Das Organ Miljukoff’s, die Hochburg der Kadetten,* scharf 

regierungsfeindlich. 

Sowremennoje Slowo 

Verleger: Hessen, Jude.  

Das Blatt der Links-Kadetten. 

Rußkoje Slowo 

Verleger: Ssytin, Russe. 

Der Verleger stand unter schärfstem Einfluß der Revolutionäre, sein Blatt – 

regierungsfeindlich. 

Denj 

Verleger: Kugel, Jude. 

Auf seiner Fahne stand das Kerenski-Wort: “Krieg bis zum siegreichen 

Ende”; nebenbei war das Blatt stark tschechenfreundlich. 

Birshewyja Wjedomoski 

Verleger: Propper, Jude. 

Gemäßigt, anfänglich deutschfreundlich, nachher von England stark 

unterstützt, wurde das Blatt scharf Deutschfeindlich. 

Birshewaja Gaseta 

Verleger: Propper, Jude. 

Das Börsenblatt, ein rein wirtschaftliches Blatt, das viel in der Handelswelt 

gelesen wurde. Dieselbe Tendenz, wie bei dem vorigen Blatte. 

Kopeika 

Verleger: Gorodetzki, Jude. 

Das Blatt des einfachen Mannes, ein verbreitetes Boulevardblättchen, das nur 

eine Kopeke kostete, dafür aber die Seele des gemeinen Mannes voll und 

ganz beherrschte: “was schwarz auf weiß steht, ist eben wahr”. 

Utro Rossiji 

Verleger: Rjabuschinski, Russe. 

Als Finanzmann in absoluter Abhängigkeit der Großbanken und daher am 

Gängelbande des Judentums und, natürlich, stark regierungsfeindlich. 

                                                      

* 

 Mit Kadetten wurden die Anhänger der konstitutionell-demokratischen Partei bezeichnet. 

30 

Rowoski 

Verleger: Rotowitsch, Jude. 

Das Leiborgan des kleinen Schmier-Juden, in dem vornehmlich reinjüdische 

Angelegenheiten behandelt wurden. 

Petrogradski Listok 

Verleger: Wladimirski, Russe. 

Petrogradskaja Gaseta 

Verleger: Chudjakoff, Russe. 

In den Redaktionen beider Blätter waren fast sämtliche Angestellten – 

Juden. Beide Blätter waren weit verbreitet in den Kreisen des Klein- 

Bürgertums. 

Kiewljanin 

Verleger: Schulgin, Russe.  

Konservativ. 

Riwa 

Verleger: Marks, Jude. 

Das verbreiteste illustrierte Wochenblatt. 

 

Die kleinen Blätter: Odesski Listok (Brodski, Jude), Rowosti Dnja 

(Lipskeroff, Jude), Rasch Wjek (Prof. Chodski, Jude) und die Menge der 

Lokalblätter waren natürlich nur ein Abklatsch der führenden Blätter in Rußland, 

die ihrerseits die öffentliche Meinung in Rußland beeinflußten. 

Obige Aufstellung ist ein sprechendes Zeugnis dafür, wie schlecht es zur 

Zarenzeit den armen Juden in Rußland ergangen ist!* 

 

 

Land. 

Dauernd wurde in allen Tonarten über die schwere Lage des russischen 

Bauern gesprochen und immer wieder betont, es müsse ihm geholfen werden, dem 

Bauern müsse Land gegeben werden. Nötiger als Landzuwachs brauchte indessen 

der russische Bauer das, was Stolypin in einigen Gegenden bereits durchgeführt 

hatte: Aufhebung der Feldgemeinschaft. Das russische Bauerland war 

Gemeindebesitz, und die dem einzelnen zugeteilte Parzelle wechselte nach allzu 

                                                      

* 

 Obige Aufstellung ist aber auch ein sprechendes Zeugnis für die “Deutschfreundlichkeit” der Ostjuden. 

 

31 

kurzer Zeit ihren Nutznießer, als das dieser ein Interesse für Meliorationen hätte 

finden können; eine notwendige Folge hiervon war das uralte Dreifeldersystem. 

Ein weiterer Übelstand lag darin, daß der Bauer seine Parzelle nicht in einem 

Stück beieinander hatte, sondern in vielen kleinen Streifen verteilt, je nach der 

Bodenart der Feldmark, da ja jeder seinen gleichen Anteil am guten, wie am 

schlechten Boden haben mußte. Einerseits blieb hierbei viel Land in den 

fußbreiten Abgrenzungsstrichen ungenutzt liegen, anderseits wurde viel Zeit 

vergeudet um von einem Feldstück zum anderen zu gelangen; häufig hatte der 

Bauer l bis 2 Meilen Düngerfuhr! Nach einer kurzen Reihe von Jahren wurde das 

Land wieder entsprechend der Kopfzahl umparzelliert. – Stolypins Agrarreform 

hatte es sich zur Aufgabe gemacht, vom Gemeindebesitz zur Einzelwirtschaft nach 

baltischem Vorbild überzugehen. Mit dieser Reform wäre ein wesentlicher Teil 

der sozialen Frage im Agrarstaate Rußland gelöst gewesen. Denn mit dem 

Übergange zur Einzelwirtschaft sollte die Landwirtschaft auch in technischer 

Hinsicht gefördert werden: Einführung der Vielfelderwirtschaft mit wechselnder 

Fruchtfolge, Beschaffung billigen Kunstdüngers und landwirtschaftlicher 

Maschinen und Geräte, Ausgestaltung des landwirtschaftlichen Genossenschafts- 

wesens in allen seinen Teilen, landwirtschaftliche Elementarschulen, 

Wanderlehrer usw. Dieser großzügige Gedanke in die Tat umgesetzt, hätte in 

wenigen Jahrzehnten einen wohlhabenden und damit konservativen Bauernstand 

geschaffen und damit der revolutionären Hetze den Boden entzogen. Das mußte 

verhindert werden, und darum mußte Stolypin am 13. September 1911 von der 

Mörderhand des Juden Herschkowitz, genannt Bogrow, fallen! Nun hatte die 

sozialrevulutionäre Partei eines Kerenski wieder freie Bahn: mit Stolypin war die 

ganze Agrarreform getötet, wieder galt das Schlagwort “Land und Freiheit” und 

der Bauer, der ausschlaggebende Faktor im Agrarstaate Rußland war wieder in das 

revolutionäre Joch gezwungen. 

 

 

Branntwein. 

Es wurde ständig über das staatliche Branntweinmonopol, das im Jahre 1894 

eingeführt worden war, hin und her geredet und dem Zaren die spöttische 

Bezeichnung eines “Schnapshändlers” zugelegt. Zur Zeit der Revolution wurde 

immer von Sozialisierung aller möglichen Betriebe geredet, während zur Zarenzeit 

über diesen ersten Sozialisierungsversuch gründlich gespottet wurde, trotzdem 

diese Maßnahme von einem glänzenden Erfolg gekrönt war. Die Bruttoeinnahme 

des Branntweinmonopols hatte bald 800 Millionen Rubel erreicht und machte rund 

ein Drittel des Staatsbudgets aus. Dabei muß darauf hingewiesen werden, daß 

durchaus nicht mehr getrunken wurde, als zur Zeit des Freihandels. Aber diese 800 

32 

Millionen Rudel flossen in die Taschen des Staates und kamen somit dem Volke 

zugute und nicht, wie früher, in die der jüdischen Aufkäufer, Zwischenhändler, 

Gastwirte und Ausschanke. Als der Branntwein im Freihandel zu haben war, 

wurde der kleine Mann von den Kneipenbesitzern häufig buchstäblich bis aufs 

Hemd ausgezogen. Widerliche Szenen haben sich vor den Kneipen abgespielt. 

Täglich, ja stündlich konnte man vor den Kneipen solche unglücklichen Leute 

sehen, die ohne Mütze, Rock und Stiefel, denn diese hatten sie schon nebst dem 

Wochenlohn vertrunken, taumelnd und wankend vor den Kneipen sich 

umhertrieben und mit Mühe sich die Beinkleider abzogen, um diese auch in die 

Kneipe zu bringen und dort für ein Glas Branntwein loszuwerden. Im Dorfe 

vertrank der Bauer seine Ernte auf dem Halme, das Wohl und Wehe seines ganzen 

Hausstandes hing von der Gnade des Kulak – des jüdischen Dorfwucherers ab. 

Mit Einführung des Branntweinmonopols hörten diese widerlichen Szenen auf, 

denn die Verkäufer in den staatlichen Branntweinverkaufsstellen durften unter 

keinen Umständen einem Angeheiterten den Branntwein verabfolgen. Ferner muß 

unterstrichen werden, daß der staatliche Verkauf von Branntwein nicht zum 

geringen Ärger der Revolutionsmacher und Volkshetzer das seinige dazu 

beigetragen hat, die Revolution von 1905 unterdrücken zu helfen. Das 

Branntweinmonopol hat insofern zur Unterdrückung der Revolution wesentlich 

beigetragen, als der Staat durch Sperrung des Branntweinhandels es in der Hand 

hatte, die größte Ursache der “Begeisterung” und damit dieses selbst zu 

unterbinden. Das sind die Gründe, warum in den unter jüdischem Einfluß 

stehenden Linkskreisen so sehr über das staatliche Branntweinmonopol gespottet 

wurde. 

 

 

Schule. 

Ein weiteres Thema zu Verhetzungen des Volkes war die Schulfrage. Es ist 

nicht zu leugnen, daß Rußland keinen Überfluß an Schulen hatte und doch muß 

man andererseits zugeben, daß die Schulen billig waren und auch dem einfachsten 

Mann der Besuch der Schule nichts im Wege stand. Man könnte sagen, daß es 

beinahe als ein Minus dem Staate angerechnet werden muß, daß der Schulbesuch 

so erleichtert wurde. Während in England beispielsweise der Besuch der 

Mittelschule nur Kindern von recht wohlhabenden Menschen möglich ist, war es 

in Rußland durchaus keine Seltenheit, daß Kinder ganz armer Leute ein 

Gymnasium oder eine Realschule besuchten. Es waren wohl an den meisten 

Schulen Stipendien eingerichtet, die den begabten und fleißigen Kindern der 

ärmsten Eltern zugute kamen. Die Minusseite lag in folgendem: irgend ein 

Dorfgeistlicher, der selbst ein nur ganz geringes Gehalt bezog, vielleicht 20 Rubel 

 

33 

monatlich, schickte seinen Sohn in die Großstadt zur Schule. Er konnte ihm im 

besten Falle vielleicht 10 Rubel monatlich zum Leben geben, das war alles und 

genügte natürlich nicht. Schon angefangen von den mittleren Klassen und bis zum 

Schluß des Universitätsstudiums waren diese Armen gezwungen, sich durch 

Stundengeben einen Zuschuß zu erwerben, wobei sie häufig sehr weite Strecken 

zurücklegen mußten, um zum Schüler gelangen zu können. Beständig konnte man 

bei den entsprechenden Announcen den Vermerk lesen: rastojaniem ne stjesnjajus 

(die Entfernung spielt keine Rolle). Die große Konkurrenz unter den Repetitoren- 

Nachhilfelehrern, da das Angebot gewöhnlich größer war, als die Nachfrage, war 

die Veranlassung zu dieser Bemerkung. All diese Leute, die natürlich ein 

kümmerliches Dasein fristeten, waren zu leicht zugängig allen Zuflüsterungen 

ihrer nihilistisch veranlagten Mitschüler und vermehrten die Zahl der Nihilisten. 

Weltunerfahren, ohne jede Kenntnis des praktischen Lebens, wollten sie von ihren 

gewiß ehrlich gemeinten, immerhin unausführbaren Träumen geleitet, die Welt 

verbessern und eine neue Weltordnung schaffen und gerieten so, zumeist 

unbewußt, ins Garn ihrer freimaurerisch-nihilistisch gesonnenen Führer, von 

denen sie häufig zu Vollstreckern deren Ideen und Morde ausgenutzt wurden. 

Nachdem diese wahrlich unglücklichen Hungerleider sich schließlich nach langen 

Entbehrungen doch durch das Studium durchgeschlagen oder eigentlich richtiger 

durchgehungert hatten, da geschah es bei sehr, sehr vielen von ihnen, daß sie sich 

in einer recht unangenehmen Lage befanden: dem Elternhause waren sie 

entfremdet, zu Hause waren den Eltern und anderen Verwandten ihre Ideen zu 

hoch, und diese wiederum ihren gebildeten Söhnen zu einfach, zu “dumm” 

geblieben, er hat das Heim verloren und in der Stadt, ja, da hat er auch keinen 

rechten Anschluß gefunden. Man brachte ihm, als einem gebildeten Manne, wohl 

die ihm gebührende Achtung entgegen, aber einen geselligen Verkehr konnte er 

doch nicht finden, denn es fehlte ihm die Kinderstube. Natürlich war er mit seinem 

Los nicht zufrieden und vergrößerte nur die Zahl der unbefriedigten, 

unzufriedenen Intelligenz. Bei anderen aber, denen das Glück hold war, bei denen 

verschwand merkwürdigerweise jede Spur von Liberalismus oder auch Idealismus 

bei Erhalt einer guten Stellung und schlug in das Gegenteil um. Ein Beispiel für 

diese Kathegorie von Leuten bildete der ehemalige Minister der Volksaufklärung  

Bogoljepow. Als äußerst armer, sehr freisinniger Student hatte er das Glück 

gehabt, Privatstunden in einem der besten Häuser zu erhalten. In der Folge machte 

es sich so, daß er die Tochter des Hauses heiratete und schließlich, dank den 

Beziehungen seiner angeheirateten Verwandtschaft immer höher stieg, bis er 

endlich zu dem Posten eines Ministers der Volksaufklärung hinaufgestiegen war. 

Dieser Sohn aus dem Volke entpuppte sich aber auf seinem hohem Posten als ein 

unduldsamer Bürokrat. Nach kurzer Tätigkeit im Ministerium wurde er von einem 

Bittsteller erschossen. 

34 

Eine gewisse Beschränkung für den Eintritt in die Schulen bestand nur für die 

Juden. Die Zahl jüdischer Schüler in jeder Schule durfte nicht mehr als 5% 

betragen, und zwar aus folgenden Gründen: die Schulen waren natürlich in erster 

Reihe für die russischen Kinder bestimmt. Die Juden aber stürmten die besten 

Schulen mit hervorragenden Lehrkräften und verhinderten dadurch den 

christlichen Kindern den Zutritt zu diesen Schulen. 

So kam es, daß die Regierung es gerecht fand, wenigstens in den von der 

Krone unterhaltenen und subsidierten Schulen den Eintritt in diese Schulen, je 

nach dem Verhältnis der Zahl der jüdischen Bevölkerung zu der Zahl der übrigen 

Bevölkerung mit einer Abrundung zugunsten der Juden zu begrenzen. Bei der 

Gesamtzahl der russischen Bevölkerung von ca. 165 Millionen lebten im 

russischen Reiche ca. 6 Millionen Juden, somit war die jüdische Bevölkerung nur 

3¾% stark. Wenn nun die Regierung eine Norm von 5% für die Juden ausstellte, 

so ist das in keinem Falle ungerecht, um so mehr, als die Schulbehörden bei den 

Privatschulen, auch bei denen mit staatlichen Rechten, es stillschweigend 

zuließen, daß in diesen Schulen die 5% recht häufig überstiegen wurden. 

Außerdem gab es von Juden selbst unterhaltene Mittelschulen, und endlich war es 

den Juden nicht verboten, alljährlich ihr Examen für die einzelnen Klassen an den 

von der Regierung unterhaltenen Mittelschulen zu machen und entsprechende 

offizielle vollgültige Zeugnisse sich zu erwerben. Diese vollkommen gerechte und 

gerechtfertigte Beschränkung für die Juden nutzten diese, wiederum nicht 

offenkundig, in aller Stille aus, um in der Welt und Rußland selbst die Meinung zu 

verbreiten, die Regierung stehe einer weiten Volksaufklärung feindlich gegenüber. 

In die Zahl der 5% wurden diejenigen Schüler aufgenommen, die die beste 

Aufnahmeprüfung bestanden hatten, wobei die Juden selbst ganz genau 

unterrichtet waren, welche Kinder die besten Prüfungen bestanden hatten. In 

russischen Schulen war die 5 die beste, die 1 die schlechteste Nummer. 

Während des Krieges wurde zu der Zeit, als Graf Ignatiew Minister war, den 

Juden die Vergünstigung gewährt, bis zu 10% in die Schulen aufgenommen zu 

werden und nach Ausbruch der Revolution wurde jede Beschränkung bei der 

Aufnahme von Schülern, wie es hieß, “jüdischer Nationalität” aufgehoben. Nun ist 

folgendes interessant festzustellen: der Verfasser dieser Schrift hatte sehr viele 

Bekannte in der Lehrerwelt und hörte nun sowohl in Petersburg, als in Moskau 

und in den verschiedenen Städten Süd-Rußlands folgendes allgemeine Urteil der 

Lehrerschaft: während bei der 5%igen Norm die Schüler, die aufgenommen 

wurden, durchweg 5 (sehr gut) in den unteren Klassen und 4 bis 5 (gut bis sehr 

gut) in den oberen Klassen hatten, erzielten die Schüler bei der 10%igen Norm in 

den unteren Klassen 4 (gut), in den oberen 3 (genügend), so daß es vorkam, daß in 

vielen Schulen die 10% gar nicht erreicht wurden und nach Ausbruch der

 

35 

Revolution war eine 4 (gut) mehr oder weniger eine Seltenheit bei jüdischen 

Schülern. Also keine höhere natürliche Begabung der Juden war die Ursache, daß 

die 5% jüdischer Schüler zu den besten der Schule zählten, sondern eine Folge der 

natürlichen Auswahl aus einer großen Zahl nicht der Begabtesten, sondern der 

Strebsamsten, Zähesten und wirklich gut Vorbereiteten. 

Dieses ist ein Beweis dafür, daß die sogenannte “Überbegabung” eben nichts 

mehr als eine Fabel ist. Gewiß gibt es in der jüdischen Nation hervorragende 

Geister, wie in jeder anderen, daß aber das ganze jüdische Volk in seiner 

Gesamtheit begabter und höher steht als eine andere kulturelle Nation, das ist und 

bleibt ein Ammenmärchen. Nicht ohne Interesse dürfte auch folgendes Erlebnis an 

einer der Universitäten sein. Nach Ausbruch der Revolution besuchte ich in 

Gesellschaft eines bekannten höheren Lehrers eine Versammlung jüdischer 

Studenten. Unter anderem wurde auch darüber geredet, daß die alte zaristische 

Regierung der Bevölkerung keine Schulen gegeben und die Bauern wissentlich im 

Dunkeln gelassen habe. Die Mehrzahl der Bauern könne nicht einmal lesen. Da 

verstieg sich obengenannter Lehrer zu einer in damaliger Zeit unerhörten 

Dreistigkeit, die er sich nur dank dem Umstande erlauben durfte, daß er sowohl 

bei Schülern als auch bei Studenten sehr beliebt war. Er führte in seiner kurzen 

Rede ungefähr folgendes aus: “Ihr redet davon, daß die Regierung nicht genügend 

getan hat, um den Bauer zu bilden, schön, was habt ihr getan, denen das Los der 

Bauern so am Herzen liegt? Jahraus, jahrein habt Ihr Eure Winter- und 

Sommerferien auf dem Lande verbracht, warum habt Ihr denn nicht 20 oder nur 10 

Bauern um Euch geschart und ihnen das Lesen beigebracht? Ihr seid über tausend 

Mann allein an dieser Universität, Eurem Beispiel könnten die anderen 

Hochschulen Rußlands folgen und dann – – -” es brach ein großer Tumult aus und 

einer der Studenten platzte heraus: “Dazu hatten wir keine Zeit, wir hatten das 

Volk politisch aufzuklären!” Was das für eine Aufklärungsarbeit war, nun, das hat 

man ja erlebt und erlebt es heute noch. Armes, verführtes und verhetztes Volk! 

 

 

Geheime Zusammenhänge. 

Der Vergessenheit entrissen zu werden, verdient folgendes: Mitte April 1915 

erließ der Großfürst Nikolai Rikolajewitsch den Befehl, sämtliche Juden aus einer 

100 Werst breiten Zone hinter der Front ins Innere des Reiches auszuweisen, weil 

es durch die Kriegsgerichte festgestellt wurde, daß unter je 100 nachgewiesenen 

Fällen von Spionage an der Front in 98 Fällen Juden beteiligt waren. Die 

Londoner Börse hat gegen diese Maßregel des Großfürsten dadurch protestiert, 

daß sie den Wert des russischen Rubels in kurzer Zeit um 7 Prozent herabsetzte.

36 

Während man im April an der Londoner Börse für je 10 englische Pfund ganz 

gleichmäßig 114¼ bis 114¾ Rubel zahlte, fiel vom 23. April ab der russische 

Rubel allmählich, aber ununterbrochen, bis man am 18. Mai für je 10 englische 

Pfund bereits 122 Rubel zahlen mußte. Und das an der Börse einer verbündeten 

Macht! Daß das zaristische Rußland im Herbst 1914 die Verbündeten gerettet hat, 

da Paris fraglos von den Deutschen erobert worden und damit der Krieg für die 

Verbündeten verloren gewesen wäre, wenn nicht die russischen Truppen 

Ostpreußen und Galizien überschwemmt hätten, das hatte man rasch und gern 

vergessen, daß aber der russische Befehlshaber es gewagt hatte, die armen Juden 

ein wenig am Zeuge zu flicken, das war eine unerhörte Missetat, die gerügt 

werden mußte. Man stelle sich nur vor, welch eine gewaltige Summe diese 7% 

ausmachten, wenn man bedenkt, daß Rußland darauf angewiesen war, seinen 

Gesamtbedarf an Kriegsmaterial von den Verbündeten zu beziehen. Ist das nicht 

ein schlagender Beweis dafür, wie sehr der Londoner Börse, der Hochburg des 

internationalen Leih- und Großkapitals, das Judentum am Herzen liegt? 

Wenn man nun ferner bedenkt, daß England allein, und speziell London, mehr 

freimaurerische Logen und mehr Brüder besitzt, als die übrige Welt zusammen, 

dann kann man aus Obigem sich ein recht niedliches Bild machen. 

 

 

Weitere Zusammenhänge. 

Während nun die panslavistischen Parteien durch den Krieg eine Revolution 

im Innern des Landes zu verhüten hofften, deren Ausbruch nahe bevorstand, dank 

der dauernden Hetze der jüdisch-nihilistischen Kreise, so erhofften diese gerade, 

daß der Krieg mit einer gewaltigen Revolution enden würde, die den Sturz der 

Monarchien in Rußland hervorrufen und darauf den Sturz der Monarchien in den 

Mittelmächten nach sich ziehen würde. Dem Botschafter von England, dem 

Freimaurer und englischen Staatsangehörigen jüdischer Nationalität, Sir 

Buchanan, erschien diese “Konjunktur” in Rußland äußerst günstig für die 

versteckten Ziele der “Weltdiplomatie”. Er tat nun einen folgeschweren Schritt: er 

gab der kriegshetzerischen Partei die vollkommene Gewißheit der 

Kriegsbeteiligung Englands. Die Unruhen und Streiks im Juli 1914, bei denen 

auffälligerweise keine ökonomischen Forderungen gestellt wurden, sind geschickt 

dazu ausgenutzt worden, um den damaligen Kriegsminister Suchomlinow und 

namentlich seinen Generalstabschef Januschkewitsch zu beeinflussen, die 

Mobilmachung der russischen Armee, gegen den ausdrücklichen Wunsch des 

Zaren, doch durchzuführen. Der Besuch des französischen Präsidenten im Juli 

1911 gerade zu der Zeit, als die brennende innerpolitische Lage in Rußland den

 

37 

Höhepunkt erreicht hatte, war die Fackel, die das Pulverfaß zum Sprengen bringen 

sollte. Die geheimen Erwartungen und Hoffnungen, die die revolutionären Kreise 

auf den Krieg setzten, verwandelten beim Ausbruch des Krieges diese Unruhen 

und Streiks plötzlich in den schärfsten Patriotismus. 

 

 

 

Wie sehr die revolutionären Kreise Rußlands unter dem Bann des jüdischen 

Geistes standen, ist daraus ersichtlich, daß sowohl in Polen, als auch in Litauen im 

Herbst 1915 die jüdischen Buchhandlungen unter der Hand die hier abgebildete 

Postkarte* feilgeboten haben, auf der ein jüdischer Rabbiner abgebildet ist, der in 

                                                      

* 

 Das Bild und die Erklärung der auf der Postkarte sich befindenden Worte in hebräischer Sprache sind 

entnommen der von Gottfried zur Beek herausgegebenen Schrift “Die Geheimnisse der Weisen von 

Zion”, erschienen im Verlag “Auf Vorposten” in Charlottenburg, 4. 1919, 3. Auflage. 

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der einen Hand den Talmud, in der anderen einen weißen Hahn hält, dessen Kopf 

das Bildnis des Zaren Nikolai II. mit der Kaiserkrone trägt. Die hebräischen 

Buchstaben heißen: “sä chalipati, sä temurati, sä kaporati”. Die Übersetzung 

lautet: Dieses sei meine Loslösung (das Opfertier, mit dem ich mich löse), dieses 

sei mein Tausch (der Ersatz, der an meine Stelle tritt), dieses sei mein 

Sühnopfer! 

Schon bei Beginn des Krieges haben die Juden in Rußland die Sünden ihres 

Volkes auf die Schultern des Zaren abgeladen und diesen ihrem Gotte als 

Sühnopfer darbringen wollen! 

 

 

Panslavismus bei der Arbeit. 

Seit 1907 griff der panslavistische Gedanke mit besonderem Nachdrucke 

über die Grenzen Rußlands hinaus. Die Verfechter und Träger dieses Gedankens, 

der alle Slaven unter Rußlands ausschlaggebenden Einfluß bringen sollte, waren 

die Tschechen mit ihrem Führer Dr. Kramarsch und dessen russischen Freunden, 

unter denen sich neben vielen anderen der Herausgeber der Zeitung “Rowoje 

Sveno” befand. Dauernd wurde von ihnen bei jeder Gelegenheit der große Kampf 

zwischen Slaventum und Germanentum gepredigt, der mit der Zertrümmerung 

Österreichs und darauffolgender Zertrümmerung Deutschlands enden sollte. In der 

Zeitung “Rowoje Sveno” war schon am 28. März 1914 zu lesen, daß in ein paar 

Monaten der Weltkrieg ausbrechen und weiter, daß England an dem großen 

Kriege teilnehmen werde. Ständig wurde in Rußland über die Umgestaltung der 

Karte von Europa gesprochen. Wir dürfen dabei nicht vergessen, daß der 

Herausgeber von Poincare und Grey empfangen worden war, und diese Nachricht 

dabei einen offiziösen Charakter erhielt. In allen Tonarten wurde auf die deutsche 

Vergewaltigung Rußlands hingewiesen. 

Tschechischem Einfluß ist es zuzuschreiben, daß gleich zu Beginn des 

Krieges das 200jährige St. Petersburg Peters des Großen in Petrograd umbenannt 

wurde. 

Derselbe Kramarsch und die Tschechen hetzten ebenfalls ununterbrochen in 

Frankreich und waren die eifrigsten Schürer des Revanchegedankens. Wo immer 

Franzosen und Tschechen zusammen kamen, überall wurde über die Revanche 

gesprochen. Die englische Einkreisungspolitik hat sie tatkräftig gefördert. In 

Amerika haben sie durch das Schlagwort von den “unterdrückten” Nationen 

gearbeitet. Die vielen in Amerika lebenden Tschechen haben bei jeder Gelegenheit 

und in jeder Form dieses geflügelte Wort immer wieder hervorgeholt und so das 

amerikanische Volk belogen und Stimmung für den Krieg gemacht. Das war ihnen 

um so leichter, als der Präsident Wilson dauernd von seinem Schwager, einem 

 

39 

Tschechen, über die unglückliche tschechische Nation unterrichtet wurde. 

Dasselbe Schlagwort von den “unterdrückten” Nationen wurde auch in Rußland in 

weitestgehendem Maße ausgenutzt, wobei nur von 

den Balkanvölkern und den Österreich untertanen 

immer wieder die Rede war. Von den unterdrückten 

Irländern, Ägyptern, Indiern etc. war nirgends 

erwähnt. Diese Hetze fand in den panslavistischen 

Kreisen ein um so willigeres Ohr, als Rußland als die 

Befreierin der slavischen Völkerschaften hingestellt 

wurde, das schmeichelte natürlich der russischen 

Eitelkeit. Bezeichnend ist, daß gleich zu Beginn des 

Krieges Wohltätigkeitsmarken zur Ausgabe 

gelangten, die wie nebenstehende Abbildung zeigt, 

die Aufschrift hatten “zweiter vaterländischer 

Krieg”. Der “erste vaterländische Krieg” war der 

Befreiungskrieg von 1812 von der Gewaltherrschaft 

Napoleons. Der “zweite vaterländische Krieg” war 

der Befreiungskrieg von der deutschen Vergewaltigung. 

So wurde von der allzu verjudeten Presse gehetzt. 

 

 

Stimmungsmache. 

Als am Anfang des Krieges Rußland siegreich zu sein schien, wurde auch 

von der linksradikalen Presse die Tüchtigkeit des russischen Soldaten besonders 

hervorgehoben. Während die rechtsstehende Presse dieses in überschwenglicher 

Form aus dem Gefühl eines begreiflichen Patriotismus heraus tat, verherrlichte die 

linksstehende, da sie einen späteren Umsturz plante, die Tüchtigkeit des Soldaten, 

des Sohnes aus dem Volke, unterstrichen wurde immer die Tapferkeit “des 

gemeinen Mannes”, dem gegenüber späterhin der Offizier als Sohn der 

“bourgeoisen Klasse” in den Schmutz gezogen werden konnte. 

Gleichzeitig wurde das deutsche Offizierskorps besonders hervorgehoben, 

nicht um dem deutschen Offizierskorps gerecht zu werden, bewahre, nur um ganz 

allmählich, aber um so sicherer einen Gegensatz zwischen den Soldaten und den 

Offizieren vorzubereiten. Dann wurde gesagt, der deutsche Soldat habe eine 

bedeutend bessere Verpflegung als der russische, obgleich gerade das Gegenteil 

der Fall war. Dann wieder, und zwar gleich im Herbst 1914, daß die russischen 

Schützengräben bedeutend schlechter wären als die deutschen, die tadellos 

zementiert, mit elektrischem Licht, mit Möbel, ja sogar mit Klavieren und 

Teppichen ausgestattet seien; auch wurde mit Vorliebe erzählt, daß die

40 

Deutschen zum Ausnehmen ihrer Schützengräben sich besonderer gewaltiger 

Schaufelmaschinen bedienten, die jede einzelne in einer Stunde so und so viele 

Kilometer tadelloser Schützengräben fertigstellten, während der russische Soldat 

sich seine Schützengräben selbst graben müsse. Wahr ist, daß die Deutschen 

solche Schützengräben, wie sie die Russen hatten, wenigstens zu Anfang des 

Krieges gar nicht kannten. Alle diese Märchen wurden natürlich nicht an der 

Front, wohl aber um so eifriger im Volke verbreitet. Wenn nun ein Urlauber nach 

Hause kam, wurde er auf all dieses hin ausgefragt, was er, einer natürlichen 

menschlichen Schwäche gehorchend, um sich recht als Helden und Märtyrer für 

das Vaterland hinzustellen, gern bestätigte, ja manches Schauerliche noch 

hinzudichtete, wenn gleich er selbst nie in der Feuerlinie gewesen ist, ja vielleicht 

sehr weit zurück in der Etappe gelegen hat. Auch von dem Trommelfeuer, daß die 

Deutschen von Anfang des Krieges an entwickelt hätten, wurden Wunderdinge 

erzählt. Aus je hundert und mehr Schuß der Deutschen wären die Russen nur in 

der Lage gewesen, mit nur einem Kanonenschuß zu erwidern, auch das war 

Erfindung. So wurde das Volk allmählich, aber systematisch aufgehetzt, aber 

immerhin, man war in Ostpreußen und war Sieger. Fieberhaft wurde in allen 

Werkstätten Munition gearbeitet. Alle an die Front abgehenden Kisten mit 

Munition erhielten die Aufschrift: “Geschosse nicht sparen.” 

Die ganze Industrie wurde mobilisiert und “damit die Sache auch wirklich 

klappt”, wurden Kriegsausschüsse gegründet, die das ganze in die Hand nehmen 

und leiten sollten. Es wurde nun seitens gewisser Kreise dafür gesorgt, daß eine 

möglichst große Anzahl von Arbeitervertretern in diese Kriegsausschüsse hinein 

kamen. Der versteckte Zweck dieser Maßregel war, neben oben angeführter 

Unterstreichung der Tapferkeit des Soldaten im Gegensatz zum Offizierskorps, 

auch die Tüchtigkeit des Arbeiters im Gegensatz zu den Fabrikbesitzern 

hervorheben zu können. Nur der Soldat und der Arbeiter hätten im Kriege etwas 

geleistet, die übrigen alle: Offiziere und Ingenieure, Fabrikbesitzer, Beamte, 

Werkschaftsführer usw. hätten nur ein Drohnendasein geführt. Sie seien eben die 

Vertreter der zu hassenden Bourgeoisie. Diese Arbeitervertreter in den 

Kriegsausschüssen waren der Grundstock für die nachherigen Arbeiter- und 

Soldatenräte, die ihrerseits im späteren Verlauf der Revolution zu Trägern und 

Verbreitern der bolschewistischen Ideen wurden. 

 

 

Vereitelte Friedensbestrebungen. 

Der deutsche Kaiser machte 1916 Nikolaus II. einen Friedensvorschlag, und 

zwar sollte zugunsten Deutschlands eine kleine Grenzberichtigung in Kurland 

 

41 

stattfinden. Polen sollte selbständiges Königreich werden, Galizien, das 

sogenannte Rotrußland, sollte zu Rußland fallen und ebenfalls Armenien, wenn 

Rußland fortan neutral bliebe. Sollte aber Rußland gegen die Entente vorgehen, 

dann sollte auch Polen an Rußland zurückfallen. Eine Kriegsentschädigung sollte 

in keinem Falle von keinem der beiden gezahlt werden. Der damalige 

Ministerpräsident Stürmer, der Innenminister Protonpopow und Rasputin 

empfahlen dem Zaren, die Friedensbedingungen anzunehmen, da das Volk 

kriegsmüde sei, und das Gespenst der Revolution bereits an Rußlands Tür klopfe. 

Ungern wollte der Zar Polen verlieren. Er schickte Protopopow nach Stockholm, 

um mit dem deutschen Vertreter zu verhandeln. Die Friedensgeneigtheit des Zaren 

konnte auf die Dauer dem englischen Botschafter nicht verborgen bleiben. Seine 

Gegenaktion bestand darin, daß er den ganz unter seinem Einfluß stehenden 

Miljukow veranlaßte, in der Duma die berüchtigte Rede “Rasputin und 

Rasputuiza”* zu halten, in der die Zarin unter anderem in niederträchtiger Weise in 

Beziehungen zu Rasputin gebracht wurde. Ferner richtete er seine Angriffe gegen 

Stürmer und Protopopow, die er unverschleiert des Landesverrates bezichtigte. 

Als Abgeordneter der Duma konnte er nur auf Befehl des Zaren oder des 

Präsidenten der Duma verhaftet werden und nicht auf dem Territorium der Duma. 

Der Dumapristaw erhielt den Befehl, Miljukow zu verhaften, sobald er den Palast 

verließe. Da fuhr vor die Duma ein Auto der englischen Gesandtschaft vor, in dem 

der englische Botschafter Buchanan saß. Als Miljukow die Treppen hinabstieg, 

kam Buchanan ihm entgegen, umarmte ihn, geleitete ihn ins Auto und fuhr mit 

ihm in die englische Botschaft, (!) wo Miljukow bis zum Ausbruch der Revolution 

verblieb. Es hieß damals allgemein, ob zu recht oder nicht, ist mir unbekannt, 

Miljukow habe für diese Rede von der englischen Regierung eine bedeutende 

Geldsumme erhalten. Bezeichnend für seine Gesinnung ist, daß er in Kowno die 

“Judenmutter” (jewrejskaja matka) genannt wurde. Als Mitglied der Duma 

besuchte er Kowno und hielt dort eine den Juden angenehme Rede und wurde von 

ihnen fürstlich bewirtet. Neben Miljukow war es Kerenski, der mit dem englischen 

Botschafter in ständiger Fühlung stand. Kerenskis Mutter, eine geborene Adler, 

verwitwete, als der kleine Kerenski ein Jahr alt war und heiratete zum zweiten Mal 

einen Kerenski, dessen Vorfahren zur Zeit Nikolais I. in Kowno Rabbiner waren. 

Kerenski selbst ist ein geborener Aron Kirbis, den sein Stiefvater adoptierte und 

ihn Alexander taufen ließ. 

 

                                                      

* 

 Dieses Wort ist ein Wortspiel und kann nicht wörtlich übersetzt werden, hat aber die ungefähre 

Bedeutung: “der und die auf Abwege Gegangene”. 

42 

Protopopow. 

Der neue Innenminister Protopopow hatte durchaus richtig die Gefahr 

erkannt, die von obengenanntem Hauptkriegsausschuß, dem Sammelpunkt für die 

revolutionären Kräfte, her drohte, hatte doch gerade diese Gesellschaft, sich in den 

Arbeiter- und Soldatenrat der Revolution die wirkliche Macht gleich in den ersten 

Tagen der Revolution an sich gerissen. 

Wer war denn eigentlich Protopopow? Er wurde vom Zaren zum 

Innenminister ernannt, als er Vizepräsident der Duma war. Während des Krieges 

hatte nämlich der Zar einen Schritt getan, den bisher kein Herrscher irgend eines 

Staates getan hatte. Er besuchte persönlich die Duma, die ja sozusagen die Rolle 

eines russischen Unterhauses gespielt hat. Die Dumaabgeordneten nannte er die 

Auserwählten des russischen Volkes, denn sie waren vom Volke direkt gewählt. 

Aus ihrer Mitte wählten nun die Abgeordneten den Präsidenten und zwei 

Vizepräsidenten, die nun natürlich die Auserwählten aus der Zahl der 

Auserwählten waren. Einen von diesen, Protopopow, ernannte er zum wichtigen 

Posten eines Innenministers. Er wollte damit zeigen, daß er durchaus Hand in 

Hand mit den Vertretern des Volkes arbeiten wolle und damit indirekt dem 

parlamentarischen System entgegenkam. 

Die Presse wurde immer dreister und hetzte in geradezu verbrecherischer 

Weise, sie fühlte ihre Macht, denn sie wußte es, daß die Regierung ihrer bedurfte, 

um die Stimmung bei der Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Der unbefangene 

Beobachter konnte sich in dieser Zeit in Rußland so recht davon überzeugen, wie 

unheilvoll der Einfluß der in jüdischen Händen befindlichen Presse beim Volke ist 

und wie diese Schritt für Schritt mit kolossaler Zähigkeit die Revolutionierung des 

Volkes durchsetzte und die Volksmassen auspeitschte. Es war interessant, zu 

beobachten, wie selbst durchaus vernünftige und rechtlichdenkende zuverlässige 

Leute sich von der Presse betören ließen und ganz in ihrem Banne standen. Auch 

zeigten die Verbände der Landschaften und Städte und die Kriegsausschüsse, in 

denen, wie schon gesagt, gewählte Vertreter der Arbeiterschaft saßen, eine 

Organisiertheit, die direkt gefährlich erscheinen mußte. 

 

 

Rasputins Ende. 

Buchanan war eine Zierde der englischen Diplomatie. Mit tadellosem 

Geschäftssinn und dem dazu gehörigen Geschick verstand er es, die drei 

Persönlichkeiten, die in Rußland eine Rolle spielten, alle drei Dumaabgeordnete 

mit seinen Netzen zu umgarnen. Purischkewitsch, den einflußreichsten Mann der

 

43 

Rechtsparteien, Miljukow, den Führer der während des Krieges gebildeten 

Mittelparteien, die die Regierung bei jeder Gelegenheit angriffen, und endlich 

Kerenski, den Abgott der Linken. Den Vertreter der Rechtsparteien, 

Purischkewitsch, der es durchaus redlich meinte, aber von seinem 

überschwenglichen Patriotismus verblendet war, bestärkte er dauernd in dem 

Glauben, Deutschland werde endlich doch zusammenbrechen müssen, denn mit 

dem Eintritt Amerikas in den Krieg muß und wird Deutschland unterliegen, auch 

sei für eine Revolutionierung Deutschlands bereits gesorgt, man müsse nur den 

kriegsmüden Nikolai II. absetzen, dem Volk einige Vergünstigungen einräumen 

und dadurch die Kriegslust wieder heben, dann werde bestimmt wieder eine 

ebensolche Begeisterung das Volk für die heilige Sache ergreifen, wie damals, als 

Ssuchomlinow abgesetzt wurde. Ssuchomlinow war damals der Sündenbock, jetzt 

wird Nikolai II. dieser sein, und die Sache wird klappen. Nikolai II. mit seiner 

deutschen Gemahlin und seinen deutschfreundlichen Ratgebern Rasputin, 

Stürmer, Protopopow müsse man beseitigen, und sie als die Schuldigen an den 

bisherigen Mißerfolgen an den Pranger stellen! Das war die schwerste Aufgabe 

des Botschafters, diesen Mann für den Umsturz zu gewinnen, doch es gelang, weil 

er es verstanden hatte, ihn und seinen Anhang an der empfindsamsten Stelle, dem 

fast krankhaften Nationalempfinden, zu packen. Daher ist es auch erklärlich, daß 

die Revolution so glatt, fast ohne jedes Blutvergießen ablief und sich an derselben 

sogar Offiziere beteiligen, die der neuen Regierung ihre Ergebenheit versicherten. 

Das waren eben die Erfolge der Kriegshetze! Die beiden anderen bekannten 

Führer zu gewinnen, war ein Leichtes schon darum, weil sowohl Miljukow, als 

auch Kerenski Freimaurer sind und auch seinem Stamme nicht allzu ferne standen, 

und endlich noch vor dem Kriege zum englischen Botschafter die besten 

Beziehungen unterhalten haben. Miljukow hatte noch obendrein das glänzende 

Schlagwort “Demokratie” an die Hand bekommen, das ja wie ein Opiumrausch 

auf die Massen wirkt und Kerenski? Dieser Schwätzer, dieser theatralische Poseur, 

der sich selbst so gerne zu hören liebte, seiner Eitelkeit schmeichelte es, in 

Zukunft eine überaus blendende Rolle spielen zu können. Dem Geschäftsblick, der 

Routine, der Tüchtigkeit, der Kenntnis des englischen Diplomaten ist es gelungen, 

die Führer der drei Hauptparteien Rußlands, jeden gesondert, und doch zu 

gemeinsamem Handeln zu veranlassen. 

In völliger Abhängigkeit von der Entente, unentschlossen zu irgendeiner 

energischen und entscheidenden Tat, berauschte sich Kerenski gern an seinem 

eigenen Wortgeklingel und war tief befriedigt, wenn die Menge seiner Eitelkeit 

schmeichelte und ihm zujubelte, wobei er sehr empfänglich war für jede, auch die 

allerplumpeste Schmeichelei mit einer an Größenwahn grenzenden tüchtigen 

Portion jüdischen Protzentums ausgestattet, markierte er den einzigen 

Hoffnungsstern Rußlands. Charakteristisch für ihn ist seine Äußerung “ohne mich

44 

geht Rußland zugrunde”. Der vielgeschmähte Zar hat mit Würde sich in sein 

Schicksal zu fügen gewußt, der gefeierte Kerenski hat es verstanden, sich und 

seine “Ersparnisse” in Sicherheit zu bringen. 

Ein großer Teil der Nationalisten war gegen den Frieden und folgedessen 

auch gegen Rasputin. Wie es heißt, soll Rasputin im Palast des Fürsten Jussupow 

ermordet worden sein. 

Die ganze Angelegenheit ist in tiefes Dunkel gehüllt. Ob Rasputin erschossen 

worden ist oder notgedrungen Selbstmord verübt hat, ist bisher nicht aufgeklärt 

worden. Tatsache ist, daß die Leiche Rasputins unter der Eisdecke der Newa 

aufgefunden wurde. Und der Mann, auf dessen Hinweise hin der Zar zum Frieden 

neigte, war tot.* 

 

 

Ausbruch der Revolution. 

Kerenski und Leute seiner Partei und seines Stammes waren es, die die 

schwärende Beule der Revolution endlich zum Aufgehen brachten, indem sie die 

immer schärfer werdende Transportkrise und, damit verbunden, die erschwerte 

Belieferung der Großstädte mit Nahrungsmitteln als ein willkommenes und 

dankbares Agitationsmittel für die revolutionäre Propaganda ansnutzten. 

Noch waren in genügender Menge Mehl- und Brotvorräte in Petersburg 

vorhanden, als das Gerücht ausgesprengt wurde, eine Hungersnot werde in 

kürzester Zeit in Petersburg ausbrechen. Die Massen stürmten die Bäckerläden, an 

denen sich wüste Szenen abspielten. Die Polizei, die das Volk zu beruhigen 

versuchte, wurde tätlich angegriffen, verprügelt und in gewaltigen 

Demonstrationszügen wälzte sich die aufgeregte Volksmenge durch die Straßen. 

So arbeiteten die deutschfeindliche Partei und die Juden Hand in Hand und 

zeigten die in ihren Ausgängen grauenvollste Revolution, die je die 

Weltgeschichte gekannt hat. 

Die letzte Session der Duma war in schwülstigen Reden der Ernährungsfrage 

gewidmet. Das Gespenst des Hungers wurde an die Wand gemalt, obgleich wie 

schon oben erwähnt, die Lage noch nicht kritisch war, denn nach Ausbruch der 

Revolution war die Sache genau so wie zuvor, und die von den Hetzern 

angekündigte große Hungersnot trat doch nicht ein. Da sah sich die Regierung 

gezwungen, die Duma bis auf den April zu vertagen. Am 12. März trat der 

Ältestenausschuß der Duma zusammen, um von dem mit dem 10. datierten Erlaß 

                                                      

* 

 Rasputin war für den Frieden, Kerenski für den “Krieg bis zum siegreichen Ende”. Dem sibirischen 

Bauern lagen die Interessen des russischen Volkes eben näher am Herzen als dem geckenhaften 

jüdischen Rechtsanwalt. 

 

45 

die Zaren über die Vertagung der Duma Kenntnis zu nehmen: die Duma vertagte 

sich nicht, und die Revolution war ausgebrochen! 

Unter den Klängen der Marseillaise, ein bedeutsames Zeichen dafür, daß die 

Revolution nicht aus dem Volke heraus, sondern künstlich hervorgerufen war, da 

das russische Volk sich zu keiner eigenen* Revolutionshymne verstiegen hatte, die 

alle Volkschichten umfassend, spontan, wie ein aus dem Herzen des Volkes 

kommendes, von niemand verfaßtes und doch von allen gesungenes gewaltiges 

Volkslied, das wie eine kernige, markige Nationalhymne durch die Welt braust. 

Unter den Klängen dieser volksfremden Marseillaise mit fliegenden roten Fahnen 

zogen die Truppen, zum Teil mit ihren Offizieren, zum Teil ohne dieselben, und 

begleitet von einer gewaltigen Volksmenge zur Duma, um der neuen Staatsgewalt 

zu huldigen. Mit flammenden Reden wurden sie hier von den Abgeordneten der 

Linken Kerenski, Tscheidse und Skobelew empfangen. Zu gleicher Zeit wurde im 

Dumagebäude der Arbeiter- und Soldatenrat von den hier versammelten 

Vertretern der Fabrikarbeiter und Soldaten gebildet. 

Bemerkenswert ist, daß der Arbeiter- und Soldatenrat zum allerkleinsten Teil 

aus wirklichen Arbeitern bestand, der bei weitem größte Teil bestand aus 

Revolutionsmachern, entgleisten Intellektuellen und Juden. 

Über die übrigen Phasen der russischen Revolution soll hier nicht berichtet 

werden, da sie über die gesteckten Grenzen meiner Schrift hinausgehen, es sei nur 

noch bemerkt, daß nach Bildung der neuen Regierung das Präsidium und das 

Innere Fürst Lwow, das Ministerium Miljukow und das Justizministerium 

Kerenski zugeteilt erhielten. Alle drei – Freimaurer. Kaum war die Regierung 

gebildet, als Miljukow aus dem Sitzungszimmer trat und dem Volk die Mitteilung 

machte, daß Nikolai II. für sich und seinen Sohn zugunsten seines Bruders 

Michael dem Throne entsagt habe, daß ferner eine verfassungsgebende 

Versammlung das parlamentarische Regime gesichert und der Krieg “bis zum 

siegreichen Ende” durchgeführt werden würde. 

Nikolai II. hatte seinen Platz dem Großfürsten Michael abgetreten. In vollem 

Bestande begab sich die Regierung zu Michael. Kerenski hatte den Großfürsten 

veranlaßt, nicht sofort den Thron anzunehmen, die zeitweilige Regierung könne 

die Zwischenzeit dazu benutzen, einige neue Gesetze herauszugeben, deren 

Annahme für den neuen Zaren, als solchen, für den Augenblick nicht gut möglich 

waren, die er aber als bereits bestehende anerkennen könnte. Darauf gab der 

Großfürst Michael am 3. 16. März eine Erklärung dahin ab, daß er den Thron nur 

                                                      

* 

 Nur die Fabrikarbeiter, deren Zahl eine verschwindend kleine war, hatten schon seit mehreren Jahren 

eine von einem Nihilisten verfaßte “Arbeitermarseillaise”, aber auch diese “Marseillaise” war nur ein 

künstliches Produkt, da sie keine eigene Melodie hatte, sondern nach dem Chopinschen Trauermarsch 

gesungen wurde. 

46 

annehmen wolle, wenn die verfassungsgebende Versammlung sich dafür 

aussprechen würde. In Wirklichkeit aber haben Kerenski und Genossen die Zeit 

dazu ausgenutzt, um die Macht an sich zu reißen.  

Der Arbeiter- und Soldatenrat aber, der sich selber, nach den in Rußland 

herrschenden, etwas merkwürdigen Begriffen von der Demokratie, als Vertreter 

nur des Proletariats, und nicht der Gesamtbevölkerung Rußlands bezeichnet hatte, 

erklärte der Regierung, daß er gegen die Fortsetzung der Monarchie sei, und die 

Regierung, fügte sich! Am selben Tage bekannte sich Kerenski zur Republik. Das 

Ziel der Freimaurer, der Sturz der Monarchie in Rußland, war erreicht! 

Wohl wurde die verfassungsgebende Versammlung einberufen, aber nur, um 

von einem Haufen jüdischer Bolschewisten und ihren Nachläufern 

auseinandergetrieben zu werden; von einem parlamentarischen Regime kann 

überhaupt nicht die Rede sein und der “Krieg bis zum siegreichen Ende” war 

nichts mehr, nichts weniger als eine grenzenlose Blamage! 

 

 

Das alte Regime und die neuen Männer. 

Nikolai II. wird es vorgeworfen, daß er es nicht verstanden habe, sich beim 

Volke beliebt zu machen und als “Charakterloser” Schwächling zum Regieren 

unfähig gewesen sei. Nun denn, so soll hier festgenagelt werden, daß Nikolai II. 

ein ganz hervorragender und hochgebildeter Herrscher gewesen ist. Nicht nur, daß 

er fast sämtliche europäischen Sprachen fließend beherrschte, hatte er eine 

außerordentlich sorgfältige Erziehung und Bildung genossen und gehörte zu den 

allergebildetsten Staatsoberhäuptern seiner Zeit; dabei hatte er einen wahrhaft 

vornehmen, ritterlichen Charakter. 

Aus dem Rahmen eines grenzenlosen Lugs und Betrugs der Februartage 

heraus tritt die würdevoll-erhabene, prunklos-majestätische Ruhe seiner 

Persönlichkeit hervor. Er ging einen geraden Weg! Als er die Überzeugung 

gewonnen hatte, daß seine Umgebung ihn zu verraten bereit ist, trat er ruhig 

zurück und überließ seinen Feinden die Regierung, um kein unnützes Blut zu 

vergießen und den Bruderkrieg zu vermeiden. Und wie entsagte er dem Throne? – 

Für sich und seinen Sohn!! 

Was auch seine Feinde ihm nachsagen mögen, hat er, trotz der schändlichen 

gegen ihn gerichteten Intriguen, das russische Volk während 23 Jahre regiert, und 

nicht zum Schaden seines Volkes. Er war ein Ehrlichdenkender und liebte sein 

Volk, was man von den neuen Männern durchaus nicht behaupten kann. 

Gewinnsucht und Ehrgeiz, Hunger nach Beifall und Größenwahn kennzeichnen 

diese. 

 

47 

Ferner wird Nikolai II. vorgeworfen, daß er unbeständig, unzuverlässig war 

und daß er keinen duldete, der klüger war als er. Ob dieser Vorwurf berechtigt ist, 

mag dahingestellt sein. Wahr ist, daß er sich dauernd von Feinden umgeben sah, 

wie es denn auch wahr ist, daß er es fühlte, wie irgend eine geheimnisvolle, 

unheimliche und doch unangreifbare, weil unauffindbare Macht ihn mit ihren 

Netzen umgarnte. Daß es die Freimaurer sind, das konnte er nicht ahnen, die stille 

Arbeit der Freimaurer aber, die Arbeit von Hammer und Kelle, die fühlte er und 

das ist die Erklärung dazu, daß er in seinem Benehmen äußerst liebenswürdig war, 

häufig sich für diese oder jene Idee zu interessieren zeigte, um sie doch zu 

verwerfen. Er fühlte es, daß er niemanden trauen durfte, daß er von Feinden 

umgeben war. Dieses war das wahrhaft tragische Moment in seinem Leben. Wie 

Heinrich IV., einer der beliebtesten Könige in Frankreich, durch die Jahre 

hindurch die Schritte seines nachherigen Mörders hörte, so fühlte Nikolai II. die 

unheimliche, unauffällige Arbeit von Hammer und Kelle der Freimaurer. Und 

dieser Arbeit ist es zu verdanken, daß er und seine Familie den Märtyrertod 

erleiden mußten. 

Während seiner Regierung sind folgende großzügige Reformen und 

Leistungen eingeführt resp. verwirklicht worden: 

Noch als Thronfolger hat er mit dem Bau der gewaltigen sibirischen 

Eisenbahn, der längsten der Welt, ca. 12.000 Kilometer lang, begonnen, ohne die 

Rußland während des japanischen Krieges das halbe Sibirien, wenn nicht mehr, 

verloren hätte. 

Dann die Großbahnen: l. Moskau-Archangelsk, 2. Petersburg-Kiew, 3. 

Moskau-Poweletzk-Koslow, 4. Rjasan-Pottowsk-Uralsk, 5. Petersburg-Perm, 6. 

Moskau-Ural, 7. Kreutzburg-Moskau, 8. Chabarowsk-Port-Arthur, 9. die 

Baikalbahn, 10. die Amurbahn, 11. die Bugulmansker Bahn, während des Krieges 

die Bahn Petersburg- Murmanküste und viele andere Großbahnen und die 

Unmenge kleinerer Bahnen und endlich das gesamte große und bedeutende Netz 

der Schmalspurbahnen, die für Rußland von ganz außerordentlicher Bedeutung 

waren, sind sein Werk. 

Das russische Eisenbahnnetz ist während der Regierungszeit Nikolai des 

Zweiten um ein mehrfaches gewachsen; viele Gebiete, die früher von der Welt wie 

abgeschlossen waren, sind erst durch die neuen Bahnen erschlossen worden. 

Auch die russische Flotte ist stark vergrößert worden, sowohl die 

Kriegsflotte, als auch namentlich die Handelsflotte, die einen gewaltigen 

Zuwachs durch neue Schiffe erfahren hatte. Dadurch wurde Rußland erst die 

Möglichkeit geboten, einen direkten überseeischen Import- und Exporthandel zu 

treiben und nicht ausschließlich vom Zwischenhandel anderer Länder abzuhängen. 

Die Goldwährung wurde eingeführt und neben dem Handel auch die bisher 

überaus kleine Industrie ganz bedeutend gehoben. 

48 

Weiter: die Haager Konferenz, die Wilson sich zum Vorbilde seines 

Völkerbundes gemacht hatte, war Nikolai des Zweiten Werk. Ferner hat er seinem 

Volke die Duma geschenkt. Leider hat gerade dieses Reformwerk absolut versagt, 

statt ein Bindeglied zwischen Volk und Regierung zu sein, war gerade die Duma 

diejenige Institution, die einerseits das Volk gegen die Regierung aufstachen, 

andererseits aber das Volk leider in allzu viele Parteien zersplitterte. Die ganze 

Tätigkeit der Duma bestand in der Hauptsache aus Oppositionsarbeit. 

Unter Nikolai dem Zweiten wurde der erste Sozialisierungsversuch in die 

Praxis umgesetzt, der Branntweinhandel wurde verstaatlicht, wodurch das Budget 

um 800 Millionen Rubel jährlich entlastet wurde. 

Wohl mußte der Jude, der bisher den größten Anteil an diesem Geschäft 

hatte, auf den recht annehmbaren Gewinn verzichten, die gesamte Bevölkerung 

aber hatte durch diese Maßnahme eine bedeutende Steuerersparnis; brauchten 

doch diese 800 Millionen Rubel nicht durch direkte Steuern beigetrieben zu 

werden. 

Ferner wurde das Gesetz zum allgemeinen Schulzwang erlassen, das aber aus 

technischen Gründen noch nicht überall in die Praxis umgesetzt werden konnte. 

Ein neues bürgerliches Gesetzbuch war im Entwurf bereits fertig und seit 1903 

existierte ein vom Zaren bestätigtes neues Strafgesetzbuch. Das Justizwesen* stand 

in Rußland an und für sich auf der Höhe, diese beiden Gesetzbücher sollten nun 

ganz den modernsten Anforderungen und Erfahrungen entsprechen. 

Im Jahre 1916 begann man mit einer großen Reformarbeit im Polizeiwesen: 

es sollten die Gehälter der Polizeibeamten bedeutend aufgebessert werden, damit 

diese ein wirklich menschenwürdiges Dasein führen konnten und es nicht nötig 

hatten, sich nach Nebenerwerb umzusehen; auch sollte an die Einstellung in die 

Polizei die Forderung einer höheren Schulbildung geknüpft werden. 

Endlich wurde unter Nikolai II. eine ganze Reihe kleinerer Reformen und 

Verbesserungen durchgeführt oder in Angriff genommen. 

Schließlich, wenn es gelungen wäre, die sogenannte Stolypinsche 

Agrarreform durchzuführen, dann wäre der russische Bauer ein reicher Mann und 

zuletzt, wenn es Nikolai II. vergönnt gewesen wäre, mit Deutschland einen 

Frieden abzuschließen, dann wäre Rußland mit Ehren aus einem Kampfe mit 

keinem geringeren Gegner als Deutschland hervorgegangen und Rußlands Glanz 

                                                      

* 

 Im Justizwesen in Rußland sehen wir folgende eigenartige Erscheinung; Juden konnten weder den 

Posten eines Richters, noch den eines Staatsanwaltes bekleiden, wohl aber Karaïme. Außerdem mußten 

die Richter unbedingt reiche Leute und Hausbesitzer sein, daher war der Richterstand auch absolut 

unbestechlich. Dafür aber bestand die Klasse der Rechtsanwälte zum allergrößten Teil aus Juden. Dem 

Einflusse der letzteren war es auch zu verdanken, daß die Justizbeamten in Rußland die stärkste Gruppe 

in der demokratischen Partei, den sogenannten Kadetten, deren Führer Miljukoff war, bildeten. 

 

49 

und Macht wäre gestärkt und gefestigt worden. 

Die freimaurerisch gesonnenen Revolutionäre mit ihren jüdischen 

Hintermännern haben es verstanden, all diese Reformen und Bestrebungen zu 

untergraben, denn es kam ihnen ja darauf an, das Ansehen der Monarchie in 

Rußland zu vernichten, denn ein Rußland in Glanz und Macht neben einem 

siegreichen Deutschland bedeutete den Untergang des politisierenden 

Freimaurertums. Und wie wurde regiert, nachdem Nikolai II. abgedankt hatte? Als 

erstes wurden alle ständischen, nationalen und konfessionellen Beschränkungen 

und das Gesetz der Siedlungsrayons für die Juden aufgehoben. Nationale und 

konfessionelle Beschränkungen bestanden im begrenzten Maßstabe für die Juden. 

Volle Amnestie* für alle politischen Vergehen, denen auch terroristische 

Akte, Militärrevolten und Agrarunruhen zugezählt wurden, wurde gewährt. 

Als angeblich politische Verbrecher wurden gegen ½ Million ganz gemeiner 

Verbrecher freigelassen: Mörder, Einbrecher, Diebe, Gauner, unter diesen auch 

der Jude Liebermann, der sich Tschernnow nannte und Kerenskis bester Freund 

war und der unter ihm Landwirtschaftsminister in Rußland wurde. Er hatte am 9. 

Februar 1908 in Petersburg im Fonarnij Pereulok einen Überfall auf einen 

Goldtransport der Reichsbank organisiert. Die Grußpflicht der Mannschaften 

Offizieren gegenüber wurde abgeschafft, um die Mannschaften gegen dieselben 

aufzuhetzen. Sie, die von der jüdischen Presse zu Anfang des Krieges so 

besonders ausgezeichneten Söhne des Volkes, durften sich vor den Söhnen der 

“Bourgeoisie” nicht zu einem Gruße erniedrigen! Diese durch den sogenannten 

Befehl Nr. 1 eingeführte Aufhebung der Grußpflicht hat die Disziplin in der 

russischen Armee rettungslos vernichtet und die Mannschaften endgültig 

demoralisiert. 

Die verrohten und vertierten Soldaten verließen in Scharen die Front und 

zogen mordend, raubend und plündernd durch das Land. Die Zeitungen strotzten 

voller Artikel über scheußliche Mordtaten, die von Personen “in Soldatenkleidern” 

verübt worden waren. 

Viele Zehntausende von Offizieren sind von ihren eigenen Soldaten 

hingeschlachtet worden. Das war der versteckte Zweck der Aufhebung der 

Grußpflicht, denn die Offiziere könnten gefährlich werden, wenn das Volk einmal 

aufgewacht und das Judenjoch von sich abschütteln wolle. Und in welch 

grausamer Art und Weise sind diese Söhne der “Bourgeoisie” hingeschlachtet 

worden, als wenn sie nicht ebenso ihre Pflicht getan, wie die Soldaten. Dabei aber 

darf nicht vergessen werden, daß die “Bourgeoisie” (man merke sich die 

französisch-freimaurerische Färbung dieser Bezeichnung) vor der Revolution in 

der russischen Sprache gar nicht existierte, wie denn auch der Begriff Bürgertum 

                                                      

* 

 Jedoch die gegen die russischen Untertanen deutscher Nationalität erlassenen Gesetze blieben bestehen. 

50 

in Rußland nicht bestand. Erst die, wenigstens in Rußland, absolut verjudete 

Sozialdemokratie, hatte die für russische Verhältnisse durchaus unzutreffenden 

Begriffe von Bourgeoisie und Proletariat geschaffen. Merkwürdigerweise wurde 

in Rußland das Proletariat mit Demokratie bezeichnet, wobei der ganze 

erwerbende Mittelstand, wie Lehrer, Ärzte, Handwerker usw. zur Bourgeoisie 

zugezählt wurden, während die Schwarzarbeiter zur Demokratie gerechnet 

wurden. 

Ein Departement für jüdische Angelegenheiten wurde errichtet, man 

sieht, die Juden waren eben etwas Besonderes in Rußland. Sie waren Russen, wo 

es ihnen vorteilhaft erschien, Juden, wo sie es wollten. 

Die jüdischen Rechtsanwälte Winawer and Pergament wurden zu Senatoren 

berufen. Nie war bisher ein Jude im Senat, kurz alles wurde getan, um den Juden 

das ihnen angetane “grenzenlose Unrecht” wieder gut zu machen, und endlich 

Kerenski, der seiner jüdischen Art getreu, wohl zum Verhandeln, aber nicht zum 

Handeln fähig war, das Wohl und Schicksal des großen russischen Reiches voll 

und ganz in die Hände gelegt. Seine erste Tat war, daß er in das kaiserliche Schloß 

zog, um von dort aus Ausflüge in das Volk zu machen, um sich wie ein Ölgötze 

von den verhetzten und aufgepeitschten Volksmassen und namentlich von 

hysterisch veranlagten Weibsbildern mit Thymian anräuchern und anbeten zu 

lassen. 

 

 

Unter Kerenskis “segenreicher” Tätigkeit. 

Durch das Losungswort “Krieg bis zum siegreichen Ende” suchte er die 

kriegshetzerische Partei für sich zu gewinnen. Aber schon am 3. April 

1917 war die Niederlage am Stochod ausschließlich dank der Zersetzung des 

Heeres durch die revolutionäre Propaganda erfolgt. Doch mit schönklingenden 

Worten wurde die Lage verschleiert, sie mußte verschleiert werden, denn sonst 

wäre das ja ein Zugeständnis, daß der Zar recht hatte, wenn er an einen Frieden 

dachte. “Das Volksheer steht vor dem endgültigen Siege” wurde stets in allen 

Tonarten gepredigt, man müsse noch ein wenig Geduld haben, die Revolution 

werde in Deutschland sehr bald ausbrechen. Kaiser Wilhelm und der Kronprinz 

werden nach Elba geschickt (schon damals), und die russischen Truppen werden 

in Berlin ihren Verbündeten die Hand reichen. Die besitzlosen Bauern 

suchte er durch das Schlagwort “Land und Freiheit” für sich zu gewinnen. Freiheit 

brauchte der Bauer nicht, die besaß er in vollem Maße, denn irgend welche 

ständischen Beschränkungen bestanden ja längst nicht mehr. Und Land, ja, wie 

merkwürdig das klingen mag, Rußland hatte kein Land zum Aufteilen. Wohl ist 

Rußland ein gewaltiges Stück Erde, das aber mit Wald, Morästen, Seen bedeckt 

 

51 

ist. Nach Sibirien gingen die Bauern ungern, dort gab es auch zur Zeit der Zaren 

kostenlos Land. Und im europäischen Rußland war alles urbare Land bereits 

verteilt. Die Domänen reichten nicht aus, zudem waren sie ja auch zum großen 

Teil mit Wald bestanden, und der Bauer brauchte fertiges bebauungsfähiges Land. 

Die privaten Güter aufteilen? Soviel verstanden die neuen Männer denn doch, daß 

mit dem Augenblick, wo sie die privaten Güter aufteilten, Rußlands 

Landwirtschaft zusammenbrechen mußte. Rußland war kein Industriestaat, die 

russische Industrie war erst im Entstehen begriffen, daher gab es auch keinen 

eigenen Arbeiterstand. Rußland war eben ein landwirtschaftlicher Staat. Und der 

Wert des russischen Rubels hing durchaus von der jeweiligen Ernte ab. War die 

Ernte gut, dann war der Export groß, und der Rubel stieg, und umgekehrt, war eine 

Mißernte im Lande, fiel auch der Wert des Rubels. Dabei muß festgestellt werden, 

daß der Bauer kein Exportkorn lieferte, er versorgte sich und höchstens die Städte, 

das Exportkorn wurde ausschließlich von den Gütern gebaut. Das wußten auch die 

neuen Männer. 

Und zur Stolypinschen Agrarreform zurückgreifen? Nun, wäre das nicht 

wieder ein Zugeständnis dessen, daß die Monarchen und ihr Regime denn doch 

die Träger der wahren Reformgedanken waren? 

Den besitzenden Bauern wurden doppelte Preise für Korn 

zugesprochen, und zwar mit rückwirkender Kraft für ein halbes Jahr. Bei dem 

Mangel an Intelligenz der russischen Bauern steckten sie das Geld in Flaschen, 

verlackten sie und gruben sie in die Erde. 

Den Schwarzarbeitern in den Fabriken wurden immer wieder neue 

Lohnerhöhungen bewilligt, ja gar Gewinnanteil an den Fabriken zugesichert. Doch 

die Fabriken konnten diese Lohnerhöhungen nicht ertragen, und eine Fabrik nach 

der andern ging, trotz Regierungssubsidien, ein, bis dann die gesamte russische 

Industrie zusammengebrochen am Boden lag, und die Leute nicht nur gar keine 

Gewinnanteile an den Fabriken erhielten, sondern auch ihre bisherigen Brotstellen 

verloren, und so die Zahl der Unzufriedenen und Erwerbslosen sich vergrößerte. 

Den Arbeitern machten es die niederen Beamten nach. Zu wahrhaft 

wucherischer Weise erpreßten auch sie immer höhere Löhne, während die höheren 

Beamten sich mit einer Teuerungszulage von 10 bis 20 Prozent begnügen mußten. 

Diese dauernden Lohnerhöhungen hatten zur Folge, daß der Rubel immer mehr 

und mehr den Kaufwert verlor, und die Teuerung von Tag zu Tag wuchs. 

Vergebens versuchten einzelne besonnene Männer, den Leuten klar zu 

machen, daß nicht in den ewigen Lohnerhöhungen ihr Heil liege, sondern daß sie 

darauf hinarbeiten müßten, daß die Preise abgebaut würden Doch dafür hatten die 

Leute kein Verständnis.  

Sie waren eben so bis zur Stumpfsinnigkeit verhetzt, daß sie überhaupt nicht

52 

mehr verstehen konnten, wohin sie getrieben wurden, das Volk hatte nur noch 

Sinn für Kinos, Tanz, Meetings mit und ohne Konzerte und allerlei Vergnügen. 

Das ganze Leben hatte sich zu einem gewaltigen Faschingstrubel gestaltet, zu dem 

der Tod die Geige spielte. Und die Bürgerschaft? Die schlief und sonnte sich in 

den “Errungenschaften” der Revolution und hatte nur noch Verständnis für 

Vergnügen und Verdienst. Begriffe, wie Vaterland und Nation waren nichts mehr 

als ein verklungenes Lied, und die Wirklichkeit? Sie war für gar so viele der letzte 

Totentanz! Rußland stand im Zeichen von Vergnügen, Tanz, Prosit und 

Schiebereien. Und in welch raffinierter Weise wurden die Preise gesteigert! Ich 

hatte in einer kleinen Stadt Gelegenheit, ganz zufällig hinter die Schliche der 

Geschäftsleute zu kommen. Ich war auf den Markt gegangen, um mir Butter zu 

kaufen. Butter, Speck, Fleisch waren in Hülle und Fülle zu haben, wenn auch zu, 

für russische Verhältnisse, fabelhaften Preisen. Ich kaufte mir ein Pfund Butter zu 

8 Rubeln. Ein jüdischer Manufakturhändler kam auch an den Tisch der Frau, nahm 

2 Pfund Butter und gab ihr einen Kerenskischein zu 20 Rubeln. Als sie ihm 4 

Rubel zurückzahlen wollte, ließ er ihr das Geld mit gütigem Lächeln: “Ach, was 

soll ich dir, arme Frau, die paar Rubel nehmen, alles ist so teuer, ich kann dir auch 

ruhig 10 Rubel für die Butter zahlen.” Heimgekehrt, traf ich die Dame des Hauses, 

in dem ich wohnte, in etwas ärgerlicher Stimmung an. “Denken sie sich doch, 

gestern wollte ich mir beim Juden Rabinowitsch einen Stoff kaufen. Es war mir 

aber zu teuer; als ich mir heute die Sache doch überlegt hatte und den Stoff 

nehmen wollte, verlangte der Händler schon den anderthalbfachen Preis für 

denselben Stoff.” – “Ja, ich kann dabei nichts”, sagte er, “sehen Sie, es ist alles so 

teuer geworden, ich komme eben vom Markt und habe für Butter schon 10 Rubel 

für das Pfund zahlen müssen.” Das Geschäft gehörte demselben Juden, der der 

Butterfrau seine Güte bezeugt hatte! Dann aber waren es vornehmlich die 

Eisenbahner und die Post- und Telegraphenbeamten, auf die die 

Revolutionsmacher und, Hand in Hand mit diesen, die Schieber aller Marien und 

Kathegorien ihr gefälliges Auge gerichtet haben und die sie durch ihre gut 

bezahlten Vertrauensleute sach- und fachgemäß “bearbeiten” und verhetzen ließen. 

Die Beamten sollten, unzufrieden mit der Teuerung, immer weitere 

Lohnerhöhungen verlangen; die Folge davon war, daß die Post die Brief- und 

Telegraphenportis und die Bahnen die Spitze für die Frachten und die 

Personentarife ständig erhöhen mußten – ein willkommenes Mittel für die 

Schieber und Wucherer, sofort die Preise in die Höhe zu schnellen, da sie doch 

nun ihre Preistreibereien mit einem so zu sagen guten “gesetzmäßigen” und 

scheinbar “moralischen” Grunde entschuldigen konnten. Wohl sahen die älteren 

und besonneneren Post- und Bahnangestellten und -Arbeiter sehr bald ein, wohin 

diese ewigen Lohnerhöhungen trieben und wer, einzig und allein, davon seinen 

Nutzen zog und wiesen darauf hin, daß diese Lohnerhöhungen für den arbeitenden 

Mann gar keinen Nutzen boten, und verlangten, daß die Post- und 

 

53 

Bahnverwaltungen den Angestellten nicht Lohnerhöhungen geben, sondern dafür 

Sorge tragen sollten, daß die noch zur Zarenzeit eingeführte Einrichtung der 

“Waggon-Laden”, der sogenannten “Waggon-Lawki”, weiter ausgebaut würde. 

Diese “Waggon-Lawki” wurden an die Züge angehängt und führten allerlei 

Lebens- und Bedarfsmittel mit, die die Bahnverwaltungen in großen Massen 

einkauften und zum Selbstkostenpreise mit einem geringen Aufschlage zur 

Deckung der direkten Ausgaben, den Bahnangestellten überall, wo der Zug hielt, 

verabfolgten. Diese Einrichtung bot den Bahnangestellten die Möglichkeit, ihren 

Bedarf zu bedeutend ermäßigten Preisen zu decken, doch sie waren den Schiebern 

und Wucherern natürlich ein Dorn im Auge und sie verstanden es, diese 

vernünftige und durchaus zeitgemäße Einrichtung zu untergraben. Den jüngeren 

heißblütigeren, zumeist unverheirateten Beamten und Arbeitern war “mehr Geld” 

das Liebere, um es verprassen zu können, und diese, von den Hetzern “bearbeitet”, 

überschrien die bedächtigeren und vernünftigeren Arbeiter und wurden, wenn 

auch unbedacht, zu Stützen der Schieber und Wucherer. So wurden die Preise von 

den Juden und Jüdlingen künstlich emporgeschnellt, einerseits, um dem Volk den 

letzten Besitz abknüpfen zu können, andererseits aber, um die Unzufriedenheit im 

Volke immer mehr zu schüren, und schließlich, um die russische Valuta künstlich 

und kunstvoll derart zu entwerten, daß für ein paar Cents Millionenwerte in den 

jüdischen Besitz übergingen. So wurde in den Massen wissentlich die Gier und die 

Gewinnsucht neben der schrankenlosesten Zuchtlosigkeit großgezogen! 

 

 

“Idealismus”. 

Der russischen Intelligenz war neben dem Entstehen und der Erstarkung der 

panslavistischen Idee seit jenem Losungswort “Rußland den Russen” immer mehr 

und mehr die Idealisierung des gemeinen Mannes zu eigen geworden, die von den 

etwas krankhaften Romanen eines Leo Tolstoi in der Intelligenz seltsam 

übertriebene, ja fantastische Anschauungen von dem wirtschaftlichen und 

geistigen Können und der Tugendhastigkeit des gemeinen russischen Mannes, des 

“Muschiks” zeitigte. Diese Frucht eines durchaus ehrlichen, aber zugleich 

unpraktischen Idealismus mußte die Intelligenz mit ihrem Blute bezahlen. Fast mit 

einer gewissen Wollust wurde von den Revolutionären darauf hingewiesen, daß 

das Volk, namentlich am Anfang der Revolution, trotz der Abschaffung der 

Polizei, sich manierlich benahm. Man vergaß aber oder verschwieg es dem Volke, 

daß diese Disziplin dem russischen Volke durch die Jahre anerzogen war und 

natürlich nicht urplötzlich verschwinden konnte, genau so, wie ein Schwungrad, 

einmal in Bewegung gesetzt, nicht urplötzlich stillstehen kann.  

Von den sozialistischen Führern wurden natürlich die revolutionären

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Zustände in allen möglichen Tonarten besungen, sie berauschten sich selbst und 

die Volksmengen an dem leeren Klingelgeläute revolutionärer Phrasen. 

 

 

Polizei und Studenten. 

Die Polizei wurde wegen Bestechlichkeit abgesetzt und durch eine Miliz 

ersetzt. Diese sollte, wie damals in Petersburg erzählt wurde, nach französischem 

Muster eingekleidet werden, wobei die Uniformen aus Frankreich kommen 

sollten. Ist das nicht bezeichnend? Es soll aber durchaus nicht in Abrede gestellt 

werden, daß die Polizei “gewissen Geschenken” gegenüber nicht abgeneigt war, 

und dieselben gern nahm, es darf aber auch nicht verschwiegen werden, daß diese 

“Geschenke” ausschließlich aus Quellen stammten, die von derlei 

“Geschenkegeben” ihr Profitchen hatten! Auch darf man nicht verschweigen, daß 

die Polizei ein ganz miserables Gehalt bezog und die Beamten dauernd in 

Lebensgefahr schwebten. War irgendwo ein Einbrecher auf frischer Tat geklappt, 

so mußte als erster hinein – nicht der Besitzer der Wohnung – bewahre, der wird 

doch nicht sein Leben aufs Spiel setzen, nein, hinein mußte der Gorodowoi, der 

Schutzmann. Wie gut oder wie schlecht die Polizei war, hat sie es doch 

verstanden, das Leben und das Eigentum der Bewohner zu schützen und für Ruhe 

und Ordnung zu sorgen. Sehr bald mußte der Mittelstand es am eigenen Leibe 

erfahren, welche Folgen die Entfernung der Polizei für ihn hatte. Wohl war an ihre 

Stelle die Miliz getreten, doch diese übertraf an Willkür und Bestechlichkeit alles 

bisher Gehörte und wurde von Leuten geführt, die vom Polizeiwesen überhaupt 

keine Ahnung hatten; außerdem befanden sich unter den Militionären selbst in 

Petersburg Leute, die Morde und Diebstähle aus Gewohnheit betrieben hatten, und 

zwar in nicht ganz geringer Zahl. Das waren nun die “Beschützer” der öffentlichen 

Ruhe und Sicherheit. Wem die Polizei besonders unbequem war, das waren die 

Nihilisien, die Juden und deren Mitläufer. Ich kenne unzählige Leute, die 

überhaupt mit der Polizei nicht in Berührung kamen, sie erfüllten eben ihre 

Bürgerpflichten. 

Die Polizei, wie der russische Beamte überhaupt, war gewiß vielfach 

bestechlich, weil sie eben derart schlecht besoldet waren, daß sie schlechterdings 

auf Nebeneinnahmen angewiesen waren. Bezeichnend ist, daß vielfach der 

Schutzmann gezwungen war, im Nebenamt eine Hausknechtsstelle anzunehmen 

und die Obliegenheiten dieses Dienstes von seiner Frau verrichtet wurden, 

während er auf Posten stand. Auch wurde nur all zu oft Bestechlichkeit und 

Trinkgeldgeben in einen Topf geworfen. Das Trinkgeldgeben war durch die 

Jahrhunderte hindurch zur Volkssitte geworden. Kein Mensch sah etwas darin, daß 

der Schutzmann oder der Briefträger zu Neujahr und Ostern in seinem Revier die

 

55 

Gratulationstour machte und sich seine Glückwünsche mit geringer Münze 

erwidern ließ, oder daß ein kleiner Beamter für irgend eine Gefälligkeit, zu der er 

nicht verpflichtet war und die in keinerlei Gegensatz zu seiner beamtlichen Pflicht 

stand, ein paar Rubel als Geschenk annahm. Dieses Trinkgeldnehmen hatte weder 

etwas Anrüchiges, noch Entwürdigendes, weil es keine ungesetzliche 

Gegenleistung voraussetzte. Es war eben eine rein russische Sitte. Die 

Bestechlichkeit, das heißt die Bezahlung für Umgehung der Gesetze zum System 

erhoben zu haben, ist fraglos das Verdienst der Juden, und “der Wsjatotschnik” 

(der bestechliche Beamte) ist auch im zaristischen Rußland der Allgemeinheit stets 

eine übelberüchtigte Persönlichkeit gewesen. Diese Worte sollen durchaus nicht 

den bestechlichen Beamten in Schutz nehmen, sie sollen nur eine Grenze ziehen 

zwischen Bestechung und Trinkgeld und diese, in den übrigen Staaten unbekannte, 

spezifisch russische Volkssitte erläutern. Es war interessant zu beobachten, mit 

welcher Schadenfreude, ja mit welcher Wollust die ehemaligen Beamten der 

Polizei den Ausbruch der Revolution von Studenten und Kursistinnen ins 

Gefängnis abgeführt wurden, und zwar nur dafür, daß sie bei der Polizei gedient 

hatten. Die Untersuchungen kamen ja nachher! Namentlich waren es die 

Kursistinnen, die sich während der Revolution besonders hervortaten. 

Kursistinnen sind Hörerinnen an den verschiedenen Hochschulen, die schon von 

weitem zu erkennen waren. Gewöhnlich mit kurz geschorenem Haar, einem 

sogenannten Tituskopf (die nihilistischen männlichen Studenten ihrerseits trugen 

wieder langes Haar), meist mit einem Kneifer aus der Nase, den sie 

merkwürdigerweise beim Lesen beiseite legten, mit einem verbissenen 

Gesichtsausdruck, in absichtlich vernachlässigter Kleidung, trachteten sie 

geflissentlich alles Weibliche von sich abzustreifen, um ihren schmierigen, 

halbverhungerten Kollegen nur ja nicht nachzustehen, sondern sie, äußerlich 

wenigstens, möglichst noch zu übertrumpfen. Es galt unter den Studenten und 

Kursistinnen als direkt unanständig, sauber und anständig und sei es auch in 

ärmlichen und geflickten Kleidern zu gehen. Mit Verachtung und über die 

Schultern hinweg schauten sie auf die geringere Zahl von Studenten, die ihren 

Rock sauber hielten, und auch nichts gegen einen sauberen Kragen einzuwenden 

hatten. Auch war es durchaus keine Seltenheit, wenn ein Student und zwei 

Kursistinnen, oder eine Kursistin und zwei Studenten, die sich vorher nicht 

gekannt hatten, in einer Stube zusammen hausten. Das waren die Vertreter des 

russischen Nihilismus und die Hanpttreiber der Revolution. 

 

 

“Towarischtsch”. 

Wie stark der Einfluß des nihilistischen Studententums bei Ausbruch der 

Revolution auf die Volksmassen war, erkennt man aus folgendem: Während die

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akademische Jugend Rußlands einander mit dem auch in der übrigen 

akademischen Welt üblichen “Kollege” anredete, nannten sich die nihilistisch 

gesonnenen Studenten und Kursistinnen häufig und mit Vorliebe “Towarischtsch”. 

Dieses “Towarischtsch” bedeutet keinenfalls Genosse, es ist dasselbe “Kollege”, 

eigentlich Kamerad, nur in russischer Übersetzung. Vor der Revolution redete der 

gemeine Mann den anderen mit “Semljak” an, ganz gleich, ob der eine aus 

Wladiwostok in Ostsibirien, der andere aus Petersburg oder vom Kaukasus oder 

sonst woher stammte. Diese Bezeichnung “Semljak” war für Rußland eine 

durchaus zutreffende, sie bedeutet “Landsmann” und verdankt ihre Entstehung 

dem Umstande, daß Rußland eben durchaus ein Agrar-, ein Bauernstaat ist. 

Vom ersten Tage der Revolution an wurde der gemeine Mann und der 

Arbeiter von den Studenten auch mit diesem “Towarischtsch” angeredet, und im 

bolschewistischen Rußland darf niemand den anderen anders als “Towarischtsch” 

nennen. Der Arbeiter ist, möchte man sagen, eine Zufallserscheinung in Rußland, 

weil die Arbeiter ständig aus an- und abflutenden Elementen bestanden, daher war 

in Rußland der Mangel an Facharbeitern so groß. Wenn in irgend einer Gegend 

Mißernte war, oder die Gegend, in der der Mann beheimatet, eine an und für sich 

arme war, dann gingen die Männer in die Stadt, wo sie sich etwas hinzuverdienen 

konnten oder aber, wenn ein Kerl sich in seinem Dorfe bei den übrigen Bauern 

durch Trunksucht, Diebstähle oder sonstwie unbeliebt machte, dann hatte die 

Dorfgemeinde das Recht zu bestimmen, daß der Betreffende das Dorf verließ. Ein 

Teil von diesen Ausgewiesenen ging nun an die Wolga, wo sie ein 

Sonnenbruderleben führten, ein anderer Teil ging in die Städte als Arbeiter. Einen 

eigentlichen Arbeiterstand hat es in Rußland nie gegeben! Die Gesellen, 

Werkführer und Meister gehörten zum Handwerkerstande. Der jüdische Student, 

dem der russische Arbeiter und Bauer absolut wesensfremd war, und der für die 

Interessen der letzteren gar kein Verständnis bis dahin gehabt hatte, spielte sich 

während der Revolution als Volkstribun auf. Bei allen Demonstrationen, Streiks, 

Meetings waren ausschließlich jüdische Studenten diejenigen, die eine leitende 

Rolle spielten. Merkwürdig ist es, daß der russische Bauer, der den Juden von 

Grund seiner Seele haßt, und ihm die wenig schmeichelhafte Bezeichnung 

“poganny” – “der Räudige” beilegt, ihm doch blindlings folgte, irregeführt von den 

goldenen Bergen, die ihm versprochen wurden. 

 

 

Die blutige Revolution. 

Während der ganzen Revolution ist in Rußland an positiver aufbauender 

Arbeit nichts geleistet worden, dafür aber ist unendlich viel geredet, eigentlich 

richtiger geschwatzt worden und so die “Errungenschaften” der Revolution

 

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gefestigt, und die Revolution selbst “vertieft” worden von einem Miljukow auf 

einen Kerenski, und von diesem auf Uljanow (Lenin), Bronstein (Trotzki), 

Apfelbaum (Sinowjew) und Konsorten! Drei Dinge lagen den Revolutionären am 

Herzen, die “Errungenschaften” der Revolution zu sichern, die Konterrevolution 

zu unterdrücken und über die ganze Welt hinauszuschreien, daß die russische 

Revolution eine unblutige sei! Nun, trotz redlicher Mühe, irgend welche 

“Errungenschaften” der Revolution herauszufinden, ist es mir bisher gelungen nur 

eine einzige festzustellen, und zwar die, daß die gesamte Regierung und 

Verwaltung des russischen Reiches und der Besitz des gesamten russischen 

Volkes aus den Händen einheimischer, christlicher Russen in die Hände 

volksfremder Juden übergangen ist. Und die Konterrevolution? Kein Mensch 

dachte an eine Konterrevolution. Wen ich auch über eine bevorstehende 

Konterrevolution befragte, und zwar Linke, von denen ich allen Grund hatte 

anzunehmen, daß sie mit der bestehenden Ordnung nicht zufrieden sein mußten, 

alle sagten einstimmig: “Wir brauchen keine Konterrevolution”. Das Geschrei von 

einer Konterrevolution ist ein Mittel in den Händen der jüdischen Hetzer, um in 

den blöden Volksmassen den Revolutionseifer wach zu halten; wir wissen alle zu 

genau, daß das Volk einmal einsehen wird, daß es so genasführt worden ist, wie 

ein gewaltiger Ochse, durch dessen Nase ein Ring gezogen ist, an dem ihn der 

jüdische Viehhändler aus den Markt zieht, um ihn dort zu verkaufen für die 

Schlachtbank. Wenn das Volk das einmal einsieht, dann brauchen wir keine 

Konterrevolution, die Juden werden ausgewiesen, und die Ordnung ist im 

Handumdrehen da. Die Juden umbringen? – Nein, das ist nicht nötig, das wäre 

sogar falsch, dann werden sie als Märtyrer hingestellt werden, aber sie ausweisen 

und das von ihnen erwucherte und ergaunerte Gut zur Deckung der Staats- und 

Volksschulden verwenden, das wäre nicht mehr als gerecht! – Und endlich die 

dauernden Reden von der blutlosen Revolution, ich muß gestehen, sie machten auf 

mich, der ich als Fremdländer der Revolution fern stand und kaltblütig die 

Entwicklung der ganzen Revolution verfolgen konnte, einen niederdrückenden 

Eindruck! Lange habe ich darüber nachgedacht, eine Erklärung für dieses 

freimaurerisch-gefärbte Wort “blutlose Revolution” zu finden: die Gelegenheit bot 

sich mir dazu. Ein älterer Herr von einer neutralen Gesandtschaft besuchte mich, 

“schon wieder”, sagte er, “hat Kerenski von einer blutlosen Revolution 

gesprochen. Wissen Sie, ich habe die Überzeugung, daß es in Rußland noch zu 

einem nie dagewesenen Blutbad kommen wird. Dieses Gerede von der blutlosen 

Revolution ist ein Erinnern daran, daß die Revolution bisher blutlos gewesen ist 

und daß es endlich an der Zeit ist, alle diejenigen aus der Welt zu schaffen, die den 

famosen “Errungenschaften” der Revolution nicht zujubeln!” Und so kam es auch. 

Uljanow (Lenin) kam Mitte April 1917 nach Rußland. 

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Lenin & Co. 

In Rußland wurde es Deutschland furchtbar verübelt, daß Deutschland 

Uljanow (Lenin) die Reise nach Rußland in einem plombierten Wagen ermöglicht 

hatte. Nun man kannte die inneren Zusammenhänge und die Absichten der 

Weltdiplomatie eben zu wenig in Rußland. Amerikas Wehrmacht war inzwischen 

zur vollen Entwicklung gelangt, und so konnte die Entente auf die militärische 

Unterstützung seitens Rußlands verzichten, um so mehr, als diese Unterstützung 

ihr doch nur schweres Geld gekostet hatte und dazu nicht einmal von großem Wert 

war. Nun konnte man in Rußland zur Erlangung des letzten Zieles schreiten, zur 

vollkommenen Zerstörung Rußlands, und zwar aus folgenden Gründen: Sehr bald 

trat nach der großen Begeisterung für die Revolution eine Ernüchterung ein, und 

man fing an einzusehen, daß die Revolution sich gründlich blamiert hatte. Eine 

Ausdehnung dieser Ernüchterung konnte die Wiederaufrichtung der Monarchie 

zur Folge haben, und dann selbstredend nicht nur Frieden mit Deutschland unter 

gleichzeitiger Unterstützung Deutschlands, zumindest durch Lebensmittel und 

Rohstoffe, sondern Rußland konnte auch plötzlich als militärischer Gegner der 

Entente auftreten und dann waren Siegesträume und “Errungenschaften” der 

Entente-Freimaurer und ihrer Anhänger für immer vorbei! Uljanow (Lenin) mußte 

nach Rußland um jeden Preis. Er wird die Revolution schon so “vertiefen”, daß 

Rußland Jahrzehnte hindurch an die “Errungenschaften” seiner Revolution wird 

denken müssen. Alle diejenigen, die es wagen werden, irgendwie an einen, und sei 

es auch nur wirtschaftlichen Wiederaufbau Rußlands zu denken, wird man schon 

klein kriegen. Die Menschen leben eben in einer Massenpsychose, die einfach 

unbegreiflich ist. Wenn früher ein Vulkanausbruch, ein Erdbeben, ein Wirbelwind 

ein paar Ortschaften vernichtete, dann waren die Zeitungen voll ausführlicher 

Berichte; wenn eine Katastrophe auf der See passierte, wie damals der 

Zusammenstoß der Titanic mit einem Eisfelsen, dann wurde in den Kirchen 

gebetet, Geld gesammelt, Maßregeln getroffen, um weitere ähnliche Unglücksfälle 

zu verhüten. Wenn die Regierung des Zaren ein paar Dutzend Mordbuben nach 

Sibirien verschickte, dann ein anderes paar Dutzend Hetzer und Aufwiegler aus 

Rußland auswies oder den Juden gewisse Beschränkungen bei deren ständigem 

Leben in den russischen Residenzen, damit diese nicht zu jüdischen Jerusalems 

würden, auferlegte, dann wurde über das zaristische Regime gewettert und 

geschimpft. Wenn aber heute das offizielle Organ Rußlands berichtet: heute seien 

allein in Sewastopol 1621 und gestern 1289 Personen hingerichtet worden, und 

das vier Jahre hindurch täglich, wenn viele Hunderttausende Menschen am 

Hungertode zugrunde gegangen sind, wenn weiter Millionen Russen in allen 

Staaten Europas ein kümmerliches Dasein fristen müssen und nicht nach Hause 

können, die nicht offiziell und doch aus der Heimat verwiesen sind und dazu von

 

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einer Regierung, die sich als eine überdemokratische bezeichnet, dann schweigen 

die Freimaureroriente und Freimaurerlogen und tun nichts, um diesem Wahnsinn 

zu steuern, und doch erzählen sie willig einem jeden, der es hören mag, daß die 

Freimaurerei Lebenskunstlehre und Lebenskunstübung sei, und daß sie die 

sittliche und geistige Veredelung des Menschen und die Förderung menschlicher 

Glückseligkeit bezweckt, daß sie die einander entfremdeten Menschen auf dem 

freien Felde reinmenschlicher Beziehungen und Pflichten in inniger Bruderliebe 

mit einander zu verbinden trachtet!! Uljanow (Lenin) mußte nach Rußland! Wie 

gerissen die Herren in London und Paris auch sind, und doch haben sie sich gerade 

in diesem Punkte eine empfindliche Blöße gegeben! Von ihnen wurde das 

Märchen verbreitet, daß, als Uljanow (Lenin) England um eine 

Durchreiseerlaubnis gebeten habe, England diese ihm verweigert hätte und 

Uljanow (Lenin) seine Reise über Deutschland genommen habe, durch das er im 

plombierten Wagen gereist ist. Deutschland soll eben daran Schuld sein, daß 

Uljanow (Lenin), dieser Bolschewisten-urbazill, nach Rußland gekommen ist und 

dort diese Seuche hervorgerufen hat. Wiederum eine echt freimaurerische Redens- 

und Verdrehungsart! Unmöglich hält man in England Uljanow (Lenin) für so 

dumm, daß er sich an England wenden wird, um nach Rußland zu kommen, um 

dort die von Englands Gnaden eingesetzte Kerenskiregierung zu stürzen. Nein, die 

Sache liegt anders! Uljanow (Lenin), der übrigens auch Freimaurer ist, hat von der 

englischen Großloge den Auftrag erhalten, nach Rußland zu gehen und dort den 

Bolschewismus zur Blüte zu bringen, damit, wie oben gesagt, in Rußland die 

Ernüchterung über die Revolution nicht um sich greife, und Rußland und 

Deutschland vereint nicht die Freimaurer-“Errungenschaften” über den Haufen 

werfen. Um aber England von jedem Verdacht dieserhalb frei zu machen, erhielt 

Bruder Uljanow (Lenin) den Auftrag, sich offiziell an die englische Regierung zu 

wenden, um eine Absage zu erhalten und dann sich an Bethmann-Hollweg zu 

wenden, denselben Bethmann-Hollweg, der von dem “Unrecht an Belgien” 

gesprochen hat, um von diesem die Erlaubnis zur Durchfahrt durch Deutschland 

im plombierten Wagen zu erhalten. Der Freimaurer Kerenski erhielt die Weisung, 

auf Uljanow (Lenin) zu schimpfen, aber ihm sonst nichts anzuhaben und zu 

gegebener Zeit Rußland den Rücken zu kehren und das Feld Uljanow (Lenin) und 

seinen Genossen Bronstein (Trotzki), Apfelbaum (Sinowjew) und Konsorten zu 

räumen. Nebenbei bemerkt, die bolschewistischen Führer haben sich alle andere 

Namen beigelegt, um ihre jüdische Abstammung zu verdecken. Echt russische 

Namen haben sie sich beigelegt und welche? Bronstein nennt sich Trotzki. Was ist 

das für ein Name? Nun, den Namen Trotzki führte der der ganzen russischen 

Armee sehr bekannte kommandierende General des Wilnaer Militärbezirkes. 

Apfelbaum nennt sich Sinowjew. Nun, die Sinowjews sind eine weitverzweigte, 

alte russische Adelsfamilie usw. 

60 

Der Zar und seine Familie wurden nach Sibirien geschickt, damit er dort 

umkomme, daß nur ja nicht die Gefahr aufkomme, daß er einmal vom Volke 

zurückgerufen werde. Der leibliche Vetter des Zaren und sein Verbündeter, der 

König von England, konnte ihn nicht nach England nehmen, um ihn dort 

wenigstens am Leben zu erhalten. Er und seine Familie sind von den Großorienten 

zur Ausrottung verdammt, weil er es gewagt hatte, an einen Sonderfrieden mit 

Deutschland zu denken; Kerenski hat die Zarenfamilie, wie ihm vorgeschrieben 

war, nach dem eisigen Tobolsk verschickt, trotzdem er es fest versprochen hatte, 

sie nach England zu schaffen, angeblich deswegen, weil der Aufenthalt des Zaren 

in der Nähe Petersburgs eine Gefahr für die Revolution bedeute. Selbst aber hat er 

sich, dieser edle Held und Bruder, dessen Losungswort es war, “Krieg bis zum 

siegreichen Ende”, zusammen mit all seinen Genossen in Sicherheit gebracht. Nun 

leben sie in Herrlichkeit und Freuden, bald in Paris und bald in London und 

treiben dort ihre Hetzpolitik weiter. Trotz der sogenannten Freiheit des Wortes und 

der Schrift wurden Maßregeln schärfster Art immer wieder nur gegen die 

Anhänger der Rechtsparteien angewendet, während man gegen die äußersten 

Linken, die Bolschewisten, absolut keine Maßregeln ergriff, ja sogar sie 

gewissermaßen in Schutz nahm. Warum letzteres? Nun, Lenin war kein 

Widerspruch des Freimaurers Kerenski, sondern lediglich nur dessen Steigerung! 

Als kleine Illustration zu dieser Ausführung mag die im “Echo de Paris” 

erschienene Mitteilung des General Polowzow, des einstigen Kommandierenden 

des Petersburger Militärbezirkes, dienen. Während des ersten Bolschewisten- 

aufstandes im Juli 1917 verlangte der Nachrichtendienst des Generalstabs von 

ihm, daß er bei der Regierung die Verhaftung von 24 der bedeutendsten 

Bolschewistenführer, unter ihnen Lenin und Trotzki, durchsetzte. Die dem von der 

Front zurückgekehrten damaligen Kriegsminister Kerenski überreichte Liste der 

Bolschewistenführer las dieser aufmerksam durch, ging in das Nebenzimmer, in 

dem der Ministerrat tagte, besprach dort die Angelegenheit und kam sehr bald 

zurück mit der Mitteilung, der General möge die Verhaftungen vornehmen lassen. 

Kurze Zeit darauf kam Kerenski wieder zum General Polowzew und bat ihn in 

sehr liebenswürdiger und verbindlicher Weise, Trotzki nicht verhaften zu lassen. 

Als ihm darauf General Polowzew erwiderte, er fürchte, es sei bereits zu spät, da 

verließ Kerenski sehr unzufrieden das Kabinett des Generals. Zwei Stunden darauf 

meldete Oberst Nikitin, der Chef des Nachrichtendienstes, dem General, daß 

Kapitän Sokolow, der den Auftrag erhalten hatte, Trotzki zu verhaften, den Befehl 

nicht ausführen konnte, da er in der Wohnung Trotzkis – den Kriegsminister 

Kerenski angetroffen hätte, der an Ort und Stelle den Befehl zur Verhaftung 

Trotzkis aufgehoben hatte. Den Zaren ließ man umkommen, Trotzki hatte man 

gerettet. Man mußte ihn befreien, damit er heute in Rußland herrschen könne. Und 

dann wird von der Schuld Deutschlands gefaselt, daß Deutschland Lenin nach 

 

61 

Rußland gelassen, ja Lenin mit Geldmitteln unterstützt habe. Nun denn, das 

Losungswort “Krieg bis zum siegreichen Ende”, bis zur Vernichtung 

Deutschlands, ist ja ein Kerenskiwort. In der Notwehr durfte Deutschland dem 

andringenden Feinde, der nichts weniger als Deutschlands Ausrottung bezweckte, 

diese Laus in den Pelz setzen. Wenn aber Kerenski den Mund so sehr weit auftut, 

um Deutschland diese Schuld in die Schuhe zu schieben, warum hat er dann als 

“russischer Patriot” den Trotzki persönlich vor einer Verhaftung geschützt, und 

warum hat er, Kerenski, Lenin entkommen lassen? Er war doch in seiner Gewalt. 

Warum hat er ihn nach Stockholm entfliehen lassen? 

Und Miljukow? Ist er am Bolschewismus schuldlos? Nun, es dürfte nicht 

uninteressant sein zu erfahren, daß er in seiner Eigenschaft als Minister des 

Äußeren der zeitweiligen Regierung wegen Leiba Bronstein, der sich Trotzki 

nennt, mit der englischen Regierung Verhandlungen gepflegt hat, um den in 

Halifax verhaftet gewesenen Bronstein (Trotzki) zu befreien und ihn nach Rußland 

zu schaffen! Wenn jemand daran Schuld ist, daß der Bolschewismus in Rußland 

groß geworden ist, so sind es einzig und allein die Ententeknechte Miljukow und 

Kerenski mit deren Mitläufern. 

Wenn das russische Volk und seine außerhalb Rußlands lebenden Vertreter 

endlich den für die russischen Verhältnisse durchaus nicht passenden 

freimaurerisch-demokratischen Dusel und den Parteihader und das Parteigezänke 

von sich stoßen und sich endlich einmal sagen: “Es gilt nicht mehr die Partei und 

das wahrlich im Verhältnis zum Ganzen kleinlich lumpige Parteiprogramm zu 

verteidigen, sondern es gilt ein größeres, das Vaterland zu retten, es gilt jetzt einig 

zu sein und wie ein Mann sich zu erheben und diesen jüdisch-freimaurerisch- 

bolschewistischen Wahnsinn abzuschütteln, dann wäre Rußland in kürzester Zeit 

gerettet. So aber bleibt Rußland in jüdischen Klauen, ein Ausbeutungsobjekt der 

Ententebrüder mit ihren Orienten und den dahinter stehenden Juden! Zur 

Bestätigung dieser Behauptung diene folgendes: 

Die Freimaurerei hat bekanntlich eine Reihe von Sinnbildern und Paßworten, 

d. h. Erkennungs- oder Losungsworten. Das Sinnbild des Lichts, zu dem die 

Freimaurer ja angeblich streben, ist der sogenannte flammende Stern, der für den 

Lehrling fünfzackig und für die übrigen Grade vom Gesellen an sechszackig, der 

Stern Davids, ist. Dieses Sinnbild des Lichts befindet sich stets im Osten des 

Logensaales. Ein weiteres Sinnbild ist der Hammer, den der vorsitzende Meister 

führt, als Zeichen seiner Macht. Die Sichel oder die Sense sind ja bekanntlich 

Sinnbilder des Todes. Von den Paßworten möchte ich nur das Paßwort des 

Gesellen erwähnen, das ein hebräisches Wort ist und eine Kornähre bedeutet. 

Diese kurze Erklärung einiger Sinnbilder der Freimaurerei und des 

Freimaurertums wird genügen, um nun das große Sinnbild des Bolschewismus, 

62 

denn von einem Wappen Sowjetrußlands kann doch bei dem in Rußland 

herrschenden überdemokratischen Regime absolut keine Rede sein, zu begreifen. 

Daß ein jedes Sinnbild oder Wappen irgend eine Bedeutung hat und nicht 

willkürlich gewählt ist, bedarf wohl weiter keiner Erklärung. Ich möchte nur 

darauf hinweisen, daß am Kreml in Moskau, dem Herzen Rußlands, das 

bolschewistische Sinnbild ausgerechnet über dem östlichen Tore des Kremls 

angebracht ist. 

Das auf den bolschewistischen Geldscheinen befindliche bolschewistische 

Sinnbild zeigt uns den fünfzackigen flammenden Stern, in dem Hammer und 

Sense (resp. Sichel) sich kreuzen. Bei anderen Geldscheinen sind Hammer und 

Sichel von Kornähren umgeben. Das Ganze hat folgende Bedeutung: der Meister, 

der sich im Mittelpunkt befindet, führt den Hammer als Sinnbild seiner Macht und 

verfügt über eine Machtvollkommenheit, die nur vom Tode (der Sense, der Sichel) 

erreicht wird. Die Kornähren, seine Gesellen, umgeben ihn und harren seiner 

Befehle. Und der fünfzackige Stern? Der Lehrlingsstern? Nun, der bezeugt, daß 

Rußland erst auf der Lehrlingsstufe der zu erstrebenden Weltrevolution sich 

befindet. Wenn aber die Weltrevolution erreicht sein wird, dann erst erstrahlt in 

der ganzen Welt der sechszackige Stern, der Stern Davids, dann ist die 

Weltrepublik erreicht! Sowjetrußlands Sinnbild ist ein sprechendes Zeichen dafür, 

daß Bolschewismus, Freimaurerei und Judentum nicht allzu weit von einander 

entfernt sind. 

 

Völker der Erde, haltet Eure Augen auf!

Published on March 9, 2009 at 8:47 am  Comments (1)  

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One CommentLeave a comment

  1. Thank you Hoff,
    I am reading this book now.
    Have a nice weekend.
    Yours Michael


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